Plasmaturbulenz

Infolge eines dramatischen Abfalls der Plasmatemperatur führt Plasmaturbulenz in Fusionsanlagen zu hohen Energieverlusten. Plasmasonden sind für Plasmapotential- und Ionentemperaturmessungen am besten geeignet. Kalte Langmuir-Sonden (CLP) können diese Parameter nur mit niedriger zeitlicher Auflösung ermitteln. Das Schwebepotential von kalten Langmuirsonden hängt stark von der Elektronentemperatur ab und liefert daher keine genauen Ergebnisse. In Zusammenarbeit mit Kollegen von der Technischen Universität in Lyngby (DTU) und ENEA hat die Gruppe um R. Schrittwieser und C. Ionita (Universität Innsbruck) Sonden entwickelt, deren Schwebepotential dem Plasmapotential sehr nahe kommt. Dadurch können die oben genannten Parameter direkt und mit hoher zeitlicher Auflösung gemessen werden. Bei diesen Sonden handelt es sich zum Beispiel um  Elektronen emittierende Sonden. Für Messungen von Blobs in der Abschälschicht (SOL) von mittelgroßen Tokamaks (ASDEX Upgrade, TCV, MAST) wurde der unten abgebildete Sondenkopf entwickelt, der mit verschiedenen Sondentypen und Messinstrumenten ausgestattet ist.