Bekannt geworden ist der LHC im Jahr 2012 mit der Entdeckung des “Higgs-Bosons", für dessen Vorhersage ein Jahr später der Nobelpreis vergeben wurde. Seither wird mit dem Beschleuniger weitergeforscht; gesucht wird nach nichts weniger als nach einem fundamentaleren Verständnis zum Aufbau der Materie. Die WissenschafterInnen spekulieren über die Existenz Dunkler Materie-Teilchen, neuer Symmetrien der Natur, oder gar weiterer Raumdimensionen.
Den Eröffnungsvortrag hält der renommierte theoretische Physiker Gia Dvali (MPI für Physik München und LMU München), dessen Forschungsfeld der Grenzbereich zwischen Elementarteilchenphysik und der Kosmologie des frühen Universums kurz nach dem Urknall ist.
Kürzlich wurden die PhysikerInnen bei der Suche überrascht: die Datenauswertung der Experimente CMS und ATLAS lieferte ein unerwartetes Ergebnis, das auf die Existenz eines oder gar mehrerer neuer, bisher unbekannter Teilchen hinweisen könnte. Es herrscht noch Unklarheit darüber, ob es sich hierbei nur um eine unbedeutende, statistische Laune der Natur handelt, oder ob tatsächlich die Tür zu einem neuen, tieferen Verständnis der Natur geöffnet wird. Sicher ist jedenfalls, dass auf der Konferenz in Obergurgl enthusiastisch über dieses und ähnliche Resultate diskutiert werden wird.
Weitere Informationen unter: http://lhcski2016.hephy.at/
