Der SuperKEKB-Beschleuniger wird in den kommenden drei Jahren im Tunnel der bisherigen KEKB-Maschine errichtet und wird Elektronen und Positronen bei einer Energie von 10,58 Gigaelektronvolt zur Kollision bringen. Bei dieser Energien entstehen B-Mesonen und tau-Leptonen, die sich besonders zur Erforschung neuer Physik durch Präzisionsmessungen eignen. Das Besondere an SuperKEKB ist die extreme Kollisionsrate der Teilchenpakete, die gegenüber dem Vorgänger KEKB um einen Faktor 40 erhöht wird. Insgesamt soll bis zum Jahr 2022 die 50-fache Datenmenge (verglichen mit dem Vorgängerexperiment) erzielt werden.
Die physikalische Auswertung der SuperKEKB-Daten wird durch das Belle II-Experiment erfolgen, das von einer internationalen Kollaboration aus 56 Instituten in 15 Ländern betrieben wird. Das Wiener Institut für Hochenergiephysik baut eines der sieben Instrumente des Belle II-Detektors, den Silizium-Vertexdetektor, der für die Rekonstruktion der Teilchenbahnen nahe am Kollisionspunkt verantwortlich ist.
Von österreichischer Seite haben an der Grundsteinlegungsfeier neben Mitgliedern des Instituts für Hochenergiephysik der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Tokio, Dr. Martin Glatz, sowie der Gesandte für kulturelle Angelegenheiten, Mag. Peter Storer, teilgenommen.