Dr. Jochen Schieck (geb. 1971) promovierte an der Universität Heidelberg und verbrachte danach zwei Jahre am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in Kalifornien, wo er für das BaBar-Experiment arbeitete. Danach ging er an das Max-Planck-Institut für Physik in München und war dort in den Experimenten ATLAS, OPAL und Jade involviert. Seit April 2010 leitete er die "Heavy Quarks"-Gruppe am Exzellenzcluster „Universe“ an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, wo er sich mit der Datenanalyse des ATLAS-Experiment beschäftigte. Seine Gruppe ist auch an der Konstruktion des Pixel-Detektors (PXD) für das Belle II-Experiment am Forschungszentrum KEK (Japan) beteiligt. Diese Entwicklung wird Dr. Schieck auch am HEPHY weiterführen, das für den Silizium-Spurdetektor (SVD) des Belle II-Experiments verantwortlich ist.
Zu den beiden bisherigen Standbeinen des HEPHY, Belle II in Japan und CMS am CERN in Genf, wird durch den neuen Direktor ein neuer Forschungsschwerpunkt über „Dunkle Materie“ begründet, der mit 1,2 Mio. Euro vom Wissenschaftsministerium gefördert wird. Parallel dazu wird durch J. Pradler eine Theoriegruppe über Dunkle Materie begründet, die durch einen 2,3 Mio. Euro dotierten „New Frontiers Group“-Grant gefördert wird.