HEPHY-Mitarbeiter koordiniert Physikprogramm des CMS-Experiments
03.09.2018
Die beiden Physikkoordinatoren der CMS Kollaboration definieren die Strategie und die Prioritäten für die Auswertung von CMS Daten, koordinieren die Arbeit der verschiedenen Physikgruppen und beaufsichtigen den mehrstufigen, internen Begutachtungsprozess, der zur Einreichung der wissenschaftlichen Ergebnisse in den wichtigsten Fachzeitschriften führt. Die wissenschaftlichen Aktivitäten umspannen dabei ein weites Gebiet, das von der Suche nach neuen Phänomenen über Präzisionsmessungen der Produktion und der Eigenschaften bekannter Teilchen bis zur Auswertung von Kollisionen schwerer Ionen reicht.
Die kommenden zwei Jahre stellen einen besonders interessanten Zeitraum dar: die zweite, lange Betriebsphase des Large Hadron Colliders am CERN (LHC), die im Frühjahr 2015 begonnen hat, endet in diesem Jahr. Ziel ist es, diese große Datenmenge zügig auszuwerten und die ersten Resultate bei Konferenzen im kommenden Jahr zu präsentieren. Gleichzeitig beginnen die Vorbereitungen für die nächste Betriebsphase des LHC. Sie sollen unter anderem sicherstellen, dass zukünftige Verbesserungen des Detektors optimal genützt werden.
Zur Person: Wolfgang Adam studierte Physik an der Technischen Universität Wien. Er war bis 2004 im Rahmen des DELPHI Experiments am Large Electron-Positron collider des CERN tätig. Seit 2005 leitet er die HEPHY-Forschungsgruppe, die sich verantwortlich für die Auswertung von CMS Daten zeigt. Innerhalb der CMS Kollaboration nahm er mehrere Koordinationsaufgaben war, darunter die Leitung der CMS Forschungsgruppe von 2016-2018 für die Suche nach der sogenannten Supersymmetrie.
Das CMS-Experiment: Das Compact Muon Solenoid (CMS) ist eines der zwei großen Experimente am Large Hadron Collider (LHC) des CERN. Der CMS-Detektor ist ein Multifunktionsdetektor. Untersucht werden unter anderem die Eigenschaften des Higgs-Teilchens. Weiters wird nach Hinweisen auf Dunkle Materie und Extra-Dimensionen gesucht. Weltweit umfasst die CMS Kollaboration etwa 4300 Personen aus etwa 180 wissenschaftlichen Instituten in über 40 Ländern.