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Existieren "Dunkle Photonen"?

Die HEPHY Publikation “Cosmological constraints on very dark photons” wurde von den Physical Review D Editoren in ihrer August Ausgabe als besonders lesenswert ausgewiesen (“Editor’s suggestion”). Das Journal ist das Sprachrohr der Amerikanisch-physikalischen Gesellschaft für Teilchenphysik.

02.09.2014

Die Arbeit beschäftigt sich mit kosmologischen und astrophysikalischen Limits von “Dunklen Photonen.”  Letztere sind hypothetische Teilchen, die oftmals die Verbindung zwischen unserer und der uns noch verborgenen Welt der dunklen Materie herstellen. Sie besitzen eine Masse und interagieren durch ihre Mischung mit “normalen” Photonen. Die vorliegende Arbeit zeigt nun, dass astrophysikalische Messungen die Existenz dieser Teilchen mit einer Wechselwirkung ausschliesst, die bloss einem Milliardstel und weniger der normalen Wechselwirkung von Photonen entspricht. Solch kleine Wechselwirkungen können weder derzeit, noch in absehbarer Zukunft einem irdischen Labortest unterzogen werden. Einzig unser Universum als kosmisches Labor erlaubt den Test an solch winzigen Kräften - durch Messungen der kosmischen Hintergrundstrahlung sowie der Häufigkeiten leichter Elemente wie Deuterium oder Helium.

HEPHY Autor der Studie Josef Pradler ist seit 1. Juni neuer Mitarbeiter am Institut und leitet eine Theoriegruppe zur Erforschung der Dunklen Materie. Die Arbeit wurde gemeinsam mit den kanadischen Kollegen Anthony Fradette, Maxim Pospelov, und Adam Ritz von der Universitaet Victoria, BC, und dem Perimeter Institute, ON, publiziert.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://journals.aps.org/prd bzw. http://journals.aps.org/prd/abstract/10.1103/PhysRevD.90.035022