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Sicher mit Nano arbeiten – aber wie?

Der Markt für Engineered Nanomaterials (ENMs, technisch hergestellte Nanomaterialien) wächst deutlich. Diese Stoffe sind in vielen Produkten enthalten, von Elektronikartikeln bis hin zu Lebensmitteln. Das führt dazu, dass immer mehr Arbeitnehmer:innen in ihrem beruflichen Alltag in Kontakt mit ENMs kommen. Wie kann man Grenzwerte definieren?

04.03.2026
Nanomaterialien müssen reguliert werden, um einen sicheren Umgang zu ermöglichen. (Foto: iStock / demaerre)

Während Konsument:innen hauptsächlich durch Hautkontakt oder orale Aufnahme mit ENMs in Berührung kommen, ist die Belastung für sie im Vergleich zu Arbeitnehmer:innen, die regelmäßig mit diesen Stoffen hantieren, in der Regel kürzer und weniger intensiv. Diese sind nicht nur dem Endprodukt ausgesetzt, sondern auch Zwischenprodukten, die während des Herstellungsprozesses durch diverse Bearbeitungsschritte freigesetzt werden. 

Das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften befasst sich im Projekt NanoTrust seit 2007 mit den Entwicklungen rund um Nano und leitet Erkenntnisse an österreichische Entscheidungsträger:innen weiter. Das neu erschienene NanoTrust-Dossier, verfasst vom Projektteam Jean Schmitt und Gudrun Lettner, gibt einen Überblick über Arbeitsplatzgrenzwerte von ENMs in Europa. Es verdeutlicht die Herausforderungen bei der Festlegung dieser Grenzwerte sowie dem wirksamen Schutz am Arbeitsplatz in einem sich rasant entwickelnden Bereich, und stellt Initiativen zur Beschleunigung der Toxizitätsbewertung von Nanomaterialien vor.

Einatmen kann Krankheiten auslösen

Das Einatmen von Nanopartikeln und Fasern ist dabei die häufigste Folge der beruflichen Exposition. Aufgrund ihrer extrem kleinen Dimensionierung können Nanopartikel tief in die Lunge eindringen, Entzündungen auslösen und das Risiko für Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Zusätzlich können sie in den Blutkreislauf und andere Organe gelangen.

Die große Vielfalt an ENMs, die sich in Größe, Form, chemischer Zusammensetzung und Oberflächenfunktionalisierung unterscheiden, macht die Festlegung von Arbeitsplatzgrenzwerten aber zu einer besonders schwierigen und ressourcenintensiven Aufgabe. Diese Komplexität erfordert eine gründliche toxikologische Bewertung jedes einzelnen Materials. Die Autor:innen betonen im Dossier daher, regulatorische Maßnahmen müssten den Schutz der Arbeitnehmer:innen gewährleisten und gleichzeitig die Innovation bei der Entwicklung neuer Nanomaterialien fördern. 

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NanoTrust-Dossier Nr. 69: "Arbeitsplatzgrenzwerte für Nanomaterialien Regulierung, Herausforderungen, und Ausblick"

ITA-Projekt NanoTrust Beyond

News: Das ITA hat zwei neue Nano-Expert:innen