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Humanoide Roboter, Mikroplastik und KI-Agenten – neuer ITA-Bericht für das Parlament zu aktuellen Zukunftsthemen erschienen

Smarte Implantate, nicht-militärische Drohnenabwehr, humanoide Roboter, hybride Arbeitsformen, KI-Agenten und die gesundheitlichen Folgen von Plastik – das sind die sechs Zukunftsthemen, die das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der ÖAW gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem ITAS Karlsruhe, als für das österreichische Parlament besonders relevant identifiziert hat.

10.07.2025

Homeoffice, Telearbeit und Co.

Einer der aktuellen Thementexte beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Folgen hybrider Arbeitsformen. ITA-Forscher Fabian Fischer, der diesen Text federführend erarbeitet hat, betont, dass hybride Arbeit einige Vorteile auf individueller wie gesellschaftlicher Ebene bieten kann: „Natürlich spart es Zeit, man hat vielleicht auch eine bessere Work-Life-Balance. Auch macht es peripheres Wohnen attraktiver und führt zu weniger Verkehr.“ Entscheidend ist aber, wie gearbeitet wird, meint Fischer: mangelnde Ergonomie, hoher Produktivitätsdruck und ständige Erreichbarkeit seien die Schattenseiten von hybrider Arbeit. Auch hätte nur ein Teil der Gesellschaft die Möglichkeit zu Homeoffice und Telearbeit. Manche Berufe und Tätigkeiten ließen mit den aktuellen Möglichkeiten keine hybride Arbeit zu, und je nach Stellung im Unternehmen würde Homeoffice mehr oder weniger akzeptiert. 

Zukunftsthemen auch auf Englisch abrufbar

Das jeweils im Mai und November aktualisierte Monitoring hat zum Ziel, Parlamentarier:innen und deren Mitarbeiter:innen über aktuelle sozio-technische Entwicklungen zu informieren und unabhängige Expertise zur Verfügung zu stellen. Ansprechpartner ist dabei häufig der Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Digitalisierung. Auf der Parlamentswebsite können unter dem Menüpunkt „Zukunftsthemen“ alle bereits gelieferten Themenpapiere und Studien eingesehen werden. Dort wurde im März 2025 auch die neueste ITA-Studie zu Generativer KI veröffentlicht. Mit dem aktuellen Monitoringbericht werden Themen für weitere Studien vorgeschlagen. 

Erstmals gibt es auch die seit 2022 erschienen Thementexte auf Englisch: „Wir greifen  damit das wachsende internationale Interesse auf“, freut sich Niklas Gudowsky-Blatakẽs, der als Senior Scientist am ITA das Monitoring von Beginn an betreut hat, und ergänzt: „Unsere Berichte werden sowohl von anderen TA-Einrichtungen rezipiert, die wie wir für ein Parlament arbeiten, als auch von zahlreichen Forschungseinrichtungen und Standardisierungsgremien.“