Zurück

Internetausfall – Was geht noch ohne Internet?

Was passiert mit Kritischen Infrastrukturen, wie z.B. dem Stromnetz oder der Versorgung von Krankenhäusern, wenn das Internet in Österreich großflächig und für einen längeren Zeitraum ausfällt? Die im Projekt ISIDOR analysierten Szenarien reichen von Ausfällen bestimmter Internetdienste bis hin zu einem Totalausfall.

24.07.2025
Bildcollage: ITA

Zwei Jahre lang hat ein Forscher:innen-Team, dem auch Expert:innen des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der ÖAW angehörten, untersucht, was in Österreich bei einem totalen Ausfall des Internets passieren würde. Welche kritischen Infrastrukturen könnten noch aufrecht bleiben, und für wie lange? Jaro Krieger-Lamina, ehemals Sicherheitsexperte am ITA und Teil des Projektteams, hat wesentliche Ergebnisse des Projekts im aktuellen ITA-Dossier "Was geht ohne Internet" zusammengefasst.

Das Projekt „ISIDOR – Folgen einer langandauernden und großflächigen Einschränkung der Internet-basierten Dienste und Infrastrukturen“ hatte zum Ziel zu erforschen, mit welchen Abhängigkeiten und Kaskadeneffekten man es im Ereignisfall zu tun hätte: Was passiert, wenn alle Notfallpläne in Kraft gesetzt werden? Kommt es zu Versorgungsengpässen, und wenn ja, ab wann? Gefragt wurde auch, wie sich das staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement auf so eine Situation vorbereiten kann.

"Die Versorgung mit Trinkwasser und die Entsorgung des Abwassers wird wohl weiterhin funktionieren. Große Schwierigkeiten sind u.a. etwa dort zu befürchten, wo IT-Prozesse und -Ressourcen im Normalbetrieb ausgelagert sind, etwa bei der Nutzung von Cloud-Diensten", sagt Krieger-Lamina. Alle wesentlichen Ergebnisse des Projekts, das von 2020 bis 2022 innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (BMLUK) gefördert wurde, sind hier im ITA-Dossier nachzulesen.

 

 

Weitere Links

ITA-Projektseite ISIDOR