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Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung: So soll der Staat unabhängig werden

Neue Studie: Um die Kontrolle über Daten und Technologien in der öffentlichen Verwaltung zu sichern, braucht es eine enge Zusammenarbeit aller Ebenen, den gezielten Einsatz von Open-Source-Systemen sowie klare Regeln für KI. Ziel ist eine krisenfeste, transparente Infrastruktur, die Bürger:innen einbindet.

09.07.2026
Anschließen einer Netzwerkleitung im Serverraum (c) Parlamentsdirektion/​Michael Buchner
Anschließen einer Netzwerkleitung im Serverraum (c) Parlamentsdirektion/​Michael Buchner

Das ITA hat im Auftrag des österreichischen Parlaments untersucht, welche Chancen und Risiken die laufende Digitalisierung von Prozessen in der öffentlichen Verwaltungen birgt und was von anderen Staaten gelernt werden kann. Angesichts der anstehenden Pensionierungswelle im öffentlichen Dienst und wachsender globaler Abhängigkeiten zeigt die neue Studie Wege auf, wie der Staat die Kontrolle über seine Daten und Technologien behalten kann. Ziel ist es, die digitale Selbstbestimmung Österreichs und Europas zu sichern und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung voranzubringen.

Die Kernaussagen der Studie sind:

  • Unabhängigkeit durch Open Source: Um weniger von marktbeherrschenden Großkonzernen abhängig zu sein, müsste verstärkt auf Open-Source-Technologien gesetzt werden. Das würde die heimische Wirtschaft stärken und die Infrastruktur krisenfester machen.

  • Zusammenarbeit: Für eine erfolgreiche Digitalisierung müssten Bund, Länder und Gemeinden enger kooperieren, um Ressourcen zu bündeln.

  • Mensch im Mittelpunkt: Sowohl die Mitarbeitenden in den Behörden als auch die Lebensrealität der Bürger:innen müssen laufend eingebunden werden.

  • Sicherer Umgang mit KI: Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Datenanalysen in der Verwaltung erfordert klare Spielregeln, demokratische Kontrolle und Transparenz. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der öffentlichen Beschaffung zu. Sensible Daten zu schützen muss dabei unbedingt gewährleistet bleiben.

Die Studienautor:innen betonen, dass Österreich und die EU dabei strategisch an einem Strang ziehen müssen, um resiliente und nachhaltige Systeme für die Zukunft zu schaffen.

"Um ein ausgewogenes Machtgefüge gegenüber Anbietern zu erreichen, braucht es eine strategische Koordination zwischen den Verwaltungen der EU-Mitgliedsstaaten. Gemeinsam kann der öffentliche Sektor die branchenweite Einhaltung verantwortungsvoller KI-Standards durchsetzen und so auch Transparenz und Aufsicht ermöglichen", resümiert Studienautorin Doris Allhutter vom ITA.

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