




Wie sehr gefährden soziale Medien heute die Demokratie? Wie weit sind sie zur Verbreitung von Informationen geeignet? ITA-Sicherheitsexperte Stefan Strauß wurde als Ko-Autor einer ÖAW-Stellungnahme zum Thema vielfach interviewt und zitiert. Weitere Presse-Highlights des ITA waren u.a. zahlreiche Auftritte zum Thema „Politikberatung in Krisenzeiten“ durch den Soziologen Alexander Bogner, die Teilnahme eines ITA-Teams am Welternährungstag 2024 sowie Astrid Magers Mitarbeit an einer internationalen Studie zu globalen Auswirkungen der Digitalisierung.
Sind soziale Medien eine Gefahr für die Demokratie?
Eine vielbeachtete Stellungnahme dazu präsentierten Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und ÖAW-Präsident Heinz Fassmann am 26. Februar im Parlament. ITA-Sicherheitsexperte Stefan Strauß warnte als Teil des Autor:innen-Gremiums vor Meinungsmanipulation und Polarisierung, etwa bei politischen Wahlen oder Konsumentscheidungen. Soziale Medien hätten das Potenzial, zu polarisieren und zu emotionalisieren und daraus Profit zu generieren. Es brauche daher vor allem Entscheidungs- und Medienkompetenz, um mit diesem Phänomen adäquat umgehen zu können, betont Strauß.
Transparenz als Schlüssel zum Wahlerfolg
Der Soziologe Alexander Bogner hat sich im deutschsprachigen Raum und auch darüber hinaus als eine wichtige Stimme in der Diskussion um effektives politisches Krisenmanagement etabliert. Der Hauptautor der im Auftrag der österreichischen Regierung beauftragten Studie zur Pandemie-Aufarbeitung betonte in den Medien: „Es muss transparent sein, wer die Politik berät und wer diese Expert:innen beruft.“ Trotz Bemühungen zur Krisenbewältigung der Politik blieben nach wie vor zentrale Fragen der Politikberatung unbeantwortet, so Bogner, etwa wo Evidenzbildung stattfinde, wer die Fragen stelle, und welche Bandbreite die Antworten tatsächlich haben dürften.
Globale Auswirkungen der Digitalisierung im Fokus
Astrid Mager, Technikforscherin am ITA, befasst sich in ihrer Arbeit mit Automation Bias und den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Als Teil eines internationalen Expert:innen-Gremiums veröffentlichte sie nun eine Studie zur weltweiten Wahrnehmung und kritischen Diskussion von Digitalisierung. Für Mager sind kulturelle und sozio-politische Unterschiede dabei wesentliche Faktoren: Selbst innerhalb der EU habe das Ringen um tragfähige Datenschutzrichtlinien für heftige Diskussionen gesorgt, die unterschiedliche Ansichten und politische Strömungen sichtbar gemacht hätten. Um ethische Entscheidungen zu treffen, müsse die Technikforschung und Technologiepolitik daher auch die sozialen, kulturellen und politischen Kontexte von Regulierungsmaßnahmen berücksichtigen, so die Studienautor:innen.
ITA-Forscherinnen beim Welternährungstag
Am 16. Oktober wurde von der UN Welternährungsorganisation (FAO) der globale Welternährungstag begangen - ein Aktionstag rund um das Thema Ernährung und Lebensmittelproduktion. Heuer lautete das Motto: „Recht auf Lebensmittel für ein besseres Leben und eine bessere Zukunft“ Ein Team von ITA-Forscherinnen, angeführt von Ulrike Bechtold und Mahshid Sotoudeh, war mit Begeisterung dabei: das ITA beschäftigt sich im EU-Projekt „ToNoWaste“ mit dieser dringenden gesellschaftlichen Herausforderung. Die Mission des Projekts besteht darin, die Akteure der europäischen Lebensmittelsysteme zu ermutigen, bessere Entscheidungen für nachhaltigere Produktions- und Konsummuster zu treffen. „Die Erzeugung der Produkte und all die Schritte, die die Nahrung hinter sich hat, spielen eine zentrale Rolle. So ist z.B. der Fußabdruck von Lebensmitteln im weiteren Sinn auch gesundheitsrelevant.“, meint Bechtold.
ITA-Medienspiegel 2023 zum Nachlesen