Institut für Iranistik / Institute of Iranian Studies Österreichische Akademie der Wissenschaften
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Iranisches Judentum im Spiegel der judäo-persischen Literatur
Vortrag von Dr. Shervin Farridnejad
 
20.06.2017, 18:30
Österreichische Orient-Gesellschaft, Dominikanerbastei 6/6, 1010 Wien, Klubsaal
 

Abstract: Die iranischen Juden bilden bis heute eine der ältesten jüdischen Gemeinden in der Diaspora, deren historische Wurzeln bis zur Zeit des ersten Tempels in das 6. Jh. v. Chr. zurückreichen. Weiterhin bestehen jüdische Schulen, Synagogen und andere soziale, unpolitische Organisationen im Iran, sodass die jüdische Gemeinde Irans die größte im Nahen Osten außerhalb Israels darstellt. Die speziellen religiösen und kulturellen Eigenschaften des iranischen Judentums sind vor allem durch judäo-persische Literatur überliefert, deren vielfältige literarische Gattungen von Übersetzungen des Pentateuchs und weiteren exegetischen Werken, hebräischer Grammatik und Lexikographie, Kommentare und Übersetzungen des Talmuds, Halacha und Midrasch, Ritualen und liturgischer Poesie bis zur epischen und romantischen Poesie reichen, sowie moderne Tageszeitungen und Zeitschriften umfasst. Der Vortrag gibt einen Überblick über das iranische Judentum anhand einiger Beispiele aus der judäo-persischen Literatur.

Zur Person:Promotion im Fach Altiranistik mit Schwerpunkt Zoroastrismus, im Seminar für Iranistik der Georg-August-Universität Göttingen mit der Dissertation "Die Sprache der Bilder: Eine Studie zur ikonographischen Exegese der anthropomorphen Götterbilder" (Harrassowitz, im Erscheinen). Mitherausgeber des Bandes Faszination Iran. Beiträge zur Religion, Geschichte und Kunst des Alten Iran (Harrassowitz 2015) und Autor von Zoroastrianism. A Quick Reference on Selected Theological and Historical Key-Concepts (Facts on File 2016). Seit 2015 Assoziiertes Mitglied beim Exzellenzcluster Topoi am Institut für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Iranistik der Freien Universität Berlin sowie am Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seine Forschung am Institut für Iranistik in Wien konzentriert sich auf die zoroastrische religiöse Literatur im klassischen Neupersischen und Gujarati. Die Forschungsschwerpunkte liegen in zoroastrischer Religion, Literatur und Rituale, Judäo-Persische Literatur und Digital Humanities.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dieser Vortrag ist Teil der vom Institut für Iranistik und der Österreichischen Orient-Gesellschaft gemeinsam organisierten Vortragsreihe "Kulturwissenschaftliche Iranforschung". Das Programm des Sommersemesters 2017 steht unter dem Schwerpunkt "Religionen in der Geschichte Irans".

 

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  zuletzt geändert am: 26.05.2017