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Prähistorie

Kinder wurden in der Bronzezeit nach biologischem Geschlecht bestattet

Archäolog/innen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben eine neue Methode entwickelt, über Peptide im Zahnschmelz das Geschlecht bei bestatteten Kindern festzustellen. Bei einer Untersuchung auf dem frühbronzezeitlichen Gräberfeld Franzhausen I in Niederösterreich konnte das Team nun zeigen, dass bereits Kinder mehrheitlich ihrem biologischen Geschlecht gemäß beigesetzt wurden. Aber es scheint auch Spielraum für Geschlechtsidentität im Lebensverlauf gegeben zu haben.

03.02.2022
Im Zahnschmelz lassen sich mit einer neuen Methode geschlechtsspezifische Peptide feststellen. Dadurch können Archäolog/innen das biologische Geschlecht bestatteter Kinder bestimmen. © ÖAW/Daniel Hinterramskogler

 

Publikation:

"Gendered burial practices of early Bronze Age children align with peptide-based sex identification: A case study from Franzhausen I, Austria“, Katharina Rebay-Salisbury, Patricia Bortel, Lukas Janker, Marlon Bas, Doris Pany-Kucera, Roderick B. Salisbury, Christopher Gerner, Fabian Kanz, Journal of Archaeological Sciences, 2022
DOI: https://doi.org/10.1016/j.jas.2022.105549

Rückfragehinweis:

Sven Hartwig
Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1331
sven.hartwig(at)oeaw.ac.at

Wissenschaftlicher Kontakt:

Katharina Rebay-Salisbury
Österreichisches Archäologisches Institut
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Hollandstraße 11-12, 1020 Wien
T +43 1 51581-6132
katharina.rebay-salisbury(at)oeaw.ac.at