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DIE FRÜHEISENZEITLICHEN OPFERSCHÄCHTE VON LOSSOW: MYTHOS UND BEFUND

Vortrag von Ines Beilke-Voigt, Berlin

08.04.2015

Der Burgwall von Lossow – unweit von Frankfurt (Oder) im östlichen Brandenburg gelegen – gilt als eines der bedeutendsten jungbronze-/früheisenzeitlichen Bodendenkmale der Region. Als befestigte Siedlung am Ende der mittleren Bronzezeit angelegt, wurde man insbesondere durch die Befunde seiner früheisenzeitlichen Nachnutzung aufmerksam. Diese zeigen sich durch bisher 63 lokalisierte sowie teilweise untersuchte Schachtanlagen, die bis zu über 7 m tief sind. Die röhrenförmigen Schächte bargen zerstückelte menschliche und tierische Skelette(-reste) und wurden bislang als Hinweise auf Opferungen interpretiert. Inwieweit diese Deutung durch anthropologische Untersuchungen und analoge Befunde gestützt wird, soll kritisch hinterfragt werden.

 

Postgasse 7/1/10, Seminarraum