Back

DER ÜBERGANG VON DER SPÄTBRONZEZEIT ZUR FRÜHEN EISENZEIT IN TRANSJORDANIEN

Kontinuität und Wandel, Handel und Migration

19.10.2016

Vortrag von Teresa Bürge


Der Übergang von der Spätbronzezeit zur Eisenzeit ist in der südlichen Levante eine Periode von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Dennoch lassen sich in der materiellen Kultur neben zahlreichen Innovationen auch Belege für eine kulturelle Kontinuität finden. Handelskontakte sind ebenfalls von den Umbrüchen betroffen: Während die Spätbronzezeit als internationale oder kosmopolitische Periode auch in Transjordanien stark zu spüren ist, ändert sich beispielsweise die Zahl an Importen aus dem Ostmittelmeerraum deutlich. Zugleich lassen sich an einigen Orten Migrationsbewegungen feststellen.

Die Entdeckung eines außergewöhnlich gut erhaltenen Gebäudes in Tell Abu al-Kharaz im mittleren Jordantal ermöglicht, diese vielschichtige Periode näher zu beleuchten. Ein Vergleich mit weiteren Fundplätzen im heutigen Jordanien zeigt, dass das Ausmaß und der Charakter der Veränderungen von Ort zu Ort beziehungsweise von Region zu Region unterschiedlich sind.

 

OREA Lecture Room, Hollandstraße 11–13, 1020 Wien