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Neue Projekte im Rahmen des Jubiläumsfonds der Stadt Wien 2026

Die Abteilung Musikwissenschaft des ACDH konnte beim Call 2026 zwei neue Projekte einwerben

29.06.2026

Im Rahmen des Calls 2026 des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften konnte die Abteilung Musikwissenschaft des ACDH zwei neue Projekte einwerben, die bis Ende dieses Jahres starten werden: (1) „Indexierung des Wiener Musikautographenhandels 1918–1938“ (Leitung: Clemens Gubsch) und (2) „‚Dem Wissen treu, im Liede frei‘: Erschließung, Digitalisierung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Archivs des Wiener Schubert-Bunds (1863–1900)“ (Leitung: Paul Gulewycz).

(1) Indexierung des Wiener Musikautographenhandels 1918–1938

Ein neues, von der Stadt Wien gefördertes Projekt erschließt die Auktions- und Antiquariatskataloge des Wiener Musikhandschriftenmarkts der Zwischenkriegszeit. Mithilfe KI-gestützter Textanalyse und manueller Kuratierung entsteht ein strukturierter, frei zugänglicher Index der in diesen Katalogen nachgewiesenen Musikautographen – mit dem Ziel, Provenienzketten zu rekonstruieren und den Verbleib bislang unzureichend dokumentierter Handschriften zu klären.

(2) „Dem Wissen treu, im Liede frei“: Erschließung, Digitalisierung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Archivs des Wiener Schubert-Bunds (1863–1900)

Innerhalb des Projekts werden ausgewählte Bestände des Wiener Schubert-Bunds digitalisiert sowie analysiert – darunter Vereinsprotokolle, Mitgliederverzeichnisse, Aufführungsregister und weitere vereinsgeschichtliche Quellen –, um sie nachhaltig für die musikwissenschaftliche Forschung zu erschließen und zu sichern. Im Fokus stehen die ersten 15 Vereinsjahre (1863–1878), um neue Einblicke in die Geschichte des traditionsreichen Chors, die Schubert-Rezeption und das Wiener Musikleben des 19. Jahrhunderts zu gewinnen.