Das VID (ÖAW) und das IHS organisierten bei der Tagung des Vereins für Socialpolitik in Innsbruck (13. – 16. September 2026) gemeinsam das Panel „Strukturelle Arbeitskräfteengpässe überwinden. Neue Ansätze für eine effizientere Humankapitalallokation“. Darin wurde diskutiert, dass diverse Faktoren, wie die demografische Alterung, die Anpassungen an den Klimawandel und die Deglobalisierung, eine steigende Nachfrage nach Work-Life-Balance, Humankapital auf Dauer zu einer knappen, stark gesuchten Ressource machen. Da eine Ausweitung der Erwerbsbeteiligung und der Zuwanderung an Grenzen stoßen, rückt ein anderer Hebel zur Stärkung des Potenzialwachstums in den Fokus: die bessere Allokation der verfügbaren Fähigkeiten und Qualifikationen. Das bedeutet zum einen, vorhandene Talente so zu entwickeln, dass die damit erreichbaren Tätigkeiten mit dem volkswirtschaftlich höchsten Wert ausgeübt werden können, und zum anderen, gebildetes Humankapital in die mit diesem zu erreichende produktivste Verwendung zu lenken. Das Panel analysierte, weshalb trotz gravierender Personalengpässe produktives Potenzial von Arbeitskräften und in den Betrieben nicht optimal genutzt wird, und diskutierte vielversprechende Wege und notwendige institutionelle Rahmenbedingungen, um diesem Ziel näher zu kommen.
Die Moderation des Panels übernahmen Holger Bonin (Institut für Höhere Studien) und Alexia Fürnkranz-Prskawetz (TU Wien, VID).
Die Panelists waren Michael Kuhn (VID), Rudolf Winter-Ebmer (JKU Linz Institut für Volkswirtschaftslehre, Institut für Höhere Studien) und Steffen Müller (IWH Halle, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg).
Darüber hinaus war das VID mit einem Stand auf der Tagung vertreten, an dem verschiedene Materialien zum Institut und zur ÖAW bereitgestellt wurden. Der Stand stieß auf reges Interesse und bot den Teilnehmer*innen der Tagung Gelegenheit zu einem regen Austausch.

