Der Workshop war für mich eine ungemein bereichernde und inspirierende Erfahrung, besonders beeindruckt haben mich die Vorträge von Helmut Eberl und Albert Hirtl, da sie sowohl inhaltlich fesselnd als auch didaktisch sehr gut aufbereitet waren.
Herr Eberl hat das Standardmodell der Teilchenphysik auf eine äußerst anschauliche Weise erklärt. Besonders gelungen fand ich die Verwendung magnetischer Modellelemente, mit denen er die verschiedenen Teilchen und deren Wechselwirkungen greifbar machte. Diese Methode hat mir enorm geholfen, ein intuitives Verständnis für die komplexen Konzepte der Hochenergiephysik zu entwickeln.
Der Vortrag von Herrn Hirtl über medizinische Anwendungen der Kern- und Teilchenphysik hat mich besonders fasziniert, da ich mich aufgrund meines Studiums in dieser Thematik gut wiederfinden konnte. Besonders spannend fand ich die Herstellung und Anwendung von Radiopharmaka in der Krebstherapie – diese Kombination aus physikalischer Grundlagenforschung und medizinischer Praxis hat mir am meisten gefallen.
Der VCI Plenary Talk von Francois Vasey zu Beginn des Tages war an das Fachpublikum gerichtet und daher für mich persönlich zwar etwas zu technisch. Ich verstehe jedoch, dass es darum ging, uns einen kleinen Eindruck von der großen Konferenz zu vermitteln.
Ansonsten war die Organisation des Workshops hervorragend – alles verlief reibungslos, die Abläufe waren gut strukturiert und die Kaffeepausen boten eine ideale Gelegenheit zum Netzwerken mit den Vortragenden bzw. anderen Teilnehmer:innen und die Fülle an Informationen besser zu verarbeiten. Auch außerhalb des offiziellen Programms konnten wir uns als Workshop-Teilnehmer:innen gut orientieren und haben uns als Gruppe eigenständig organisieren können, beispielsweise für den gemeinsamen Mensa-Besuch.
Gegen Ende des Tages fand ich den Vortrag von Andreas Gsponer zum Studium und zu möglichen Karrierewegen besonders wertvoll – eine tolle Möglichkeit, um aus erster Hand Einblicke in die beruflichen Perspektiven in diesem Bereich zu bekommen. Dabei sprach er jedoch nicht nur über akademische Inhalte, sondern auch über praktische Aspekte wie Forschungsförderungen und hilfreiche Online-Ressourcen. Die Links und Tipps, die er mit uns teilte, werden sicherlich noch lange eine wertvolle Orientierung für mein eigenes Studium sein.
Insgesamt war der Workshop eine tolle Gelegenheit, sich mit aktuellen Entwicklungen in der Hochenergiephysik auseinanderzusetzen und neue Perspektiven kennenzulernen. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit und bedanke mich herzlich bei euch und dem HEPHY-Team für die großartige Planung und Durchführung dieses spannenden Tages!
Text: Maroa Barkuki | Foto: Joseph Krpelan
