






Sind selbstfahrende Autos eifrige Datensammler, die unsere persönlichen Daten an Unbekannte weitergeben? Und was ist mit dem sogenannten “Data-Mining” durch Online-Apps, denen wir unwissentlich Zugriff auf unsere Informationen am Laptop oder am Smartphone gewähren? Wie beeinflusst Credit Scoring die Chancengleichheit? Mit den Studien, die das ITA seit 2016 für die Arbeiterkammer verfasst hat, erregten wir einiges an Medieninteresse.
Ein weiterer Höhepunkt war die Bekanntgabe der Zusammenarbeit zwischen dem ITA und dem österreichischen Parlament: Abgeordnete können seit 2017 auf Wissen aus der Technikfolgenabschätzung zurückgreifen, um informierte Entscheidungen über die sich rasant verändernde Technologielandschaft zu treffen.
Was passiert, wenn nichts mehr geht? Unsere Studie “Digitaler Stillstand” beleuchtet die Gefahren und Risiken, die durch einen großflächigen Systemausfall in Österreich entstehen können. Die von der Akademie der Wissenschaften veröffentliche Studie wurde vielfach zitiert und entfachte eine Diskussion über die fortschreitende Vernetzung und ihre Folgen.
Der Einsatz künstlicher Intelligenz betrifft unser Leben immer mehr: In ihrem aktuellen Projekt beschäftigen sich die ITA-Datenschutzexperten Johann Čas und Jaro Krieger-Lamina mit der Frage wie es sein wird, wenn menschliche Entscheidungen zur Gänze durch Algorithmen ersetzt werden. Senior Researcher Astrid Magers Forschung zur alles andere als neutralen Gestaltung von Suchmaschinen und den Auswirkungen der europäischen Datenschutzverordnung erregt ebenfalls stetiges Medieninteresse.
Brummen schon bald Drohnen im österreichischen Luftraum? Bekommen wir unser Paket schon bald per Drohne, oder können sie bei einem Unfall vielleicht sogar Leben retten? ITA-Leiter Michael Nentwich beschäftigte sich intensive mit dem Einsatz ziviler Drohnen aus ethischer, infrastruktureller und Datenschutzperspektive und etablierte sich als Experte für den Einsatz ziviler Drohnen. Walter Peissl, Ko-Leiter des ITA, forscht seit vielen Jahren zum Effekt der Digitalisierung auf die Rechte der Arbeitnehmerinnen und warnt im Zusammenhang mit der steigenden Digitalisierung vor einem Verlust unserer Anonymität.
Weiter beschäftigte die Öffentlichkeit, in wie weit die BürgerInnen Europas in wissenschaftliche Entscheidungen oder Entscheidungen über Technologien mit einbezogen werden können. Alexander Bogner, Daniela Fuchs and Anja Bauer untersuchten diese Problematik in ihrem Projekt “PROSO”. Ulrike Bechtold ließ in ihrem Buch “Dialoge über Active and Assisted Living” GesundheitsexpertInnen, EntwicklerInnen und ältere Menschen zu Wort kommen. Sie thematisierten die Hemmschwellen, Wünsche und Hoffnungen, die beim Einsatz von Technik für die Betreuung älterer Menschen Beachtung finden sollten.
Von: Denise Riedlinger