
Österreich übernimmt 2016 die Präsidentschaft von EPTA, dem internationalen Netzwerk für parlamentarische Technikfolgenabschätzung. Die Wahl Österreichs wurde beim EPTA-Ratstreffen am 24. September in Paris von den 16 Mitgliedsländern offiziell bestätigt.
Österreich war durch Ruperta Lichtenecker, Nationalratsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie, sowie Michael Nentwich, Leiter des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, vertreten.
„Ich bin sehr stolz, dass uns die Verantwortung der Präsidentschaft angetragen wurde. Diese Funktion birgt zugleich eine doppelte Chance: Wir können damit der internationalen Gemeinschaft parlamentarische Technikfolgenabschätzung in Österreich präsentieren und österreichische ParlamentarierInnen mit ihren KollegInnen aus ganz Europa in Kontakt bringen“, freut sich Nentwich.
Europaweite Plattform als Chance
Lichteneckers Rede stand ebenfalls die neue, intensive Zusammenarbeit zwischen dem österreichischen Parlament und dem ITA: Das ITA setzt für den Nationalrat derzeit einerseits ein Pilotprojekt zum Thema „Industrie 4.0 – Gesellschaftliche Dimension der nächsten industriellen Revolution“ um. Gleichzeitig wird in einer begleitenden Machbarkeitsstudie ausgelotet, in welcher institutionellen Form Foresight und Technikfolgenabschätzung bestmöglich zur Arbeit des Parlaments beitragen können.
„EPTA zeigt als internationale Plattform auf, wie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik funktionieren kann. Wir wünschen uns, dass die Gelegenheit zum engeren Austausch mit anderen Ländern auch den Dialog zwischen dem ITA und dem österreichischen Parlament weiter stärken wird“, so Nentwich.
