Alexander Bogner wurde mit folgender Begründung nominiert: „Wie wandeln sich Wissenschaft und Technik, wenn die Grenzen zu Politik und Öffentlichkeit durchlässiger werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Bogner vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW seit über 20 Jahren. Zuletzt mit Blick auf Verständigungsprozesse in der Corona-Krise.“
Krisen brauchen beides – Politik und Wissenschaft
Wissenschaftliche Beratung soll es der Politik ermöglichen, informierte und selbständige Entscheidungen zu treffen, lautet einer der Kernsätze Bogners. Anfang 2023 hat er maßgeblich zur Formulierung der Wiener Thesen – einem Knigge für eine erfolgreiche wissenschaftliche Politikberatung – beigetragen. In seinem letzten Buch „Die Epistemisierung des Politischen. Wie die Macht des Wissens die Demokratie gefährdet“ (Reclam, 2021) hat er auch die Rolle der Politikberatung in Krisenzeiten, besonders in der Corona-Pandemie, unter die Lupe genommen .
„Eine evidenzbasierte Politik bedeutet, dass die Wissenschaft dafür sorgen soll, dass der Politik nicht alle Begründungslasten abgenommen werden. Die Politik soll ihrerseits darstellen, warum sie sich aufgrund welcher Überlegungen zu welcher Maßnahme entschlossen hat“, fasst es Bogner in einem Interview mit Ö1 anlässlich der Veröffentlichung der Wiener Thesen zusammen.
Der Preis für die Österreicher:innen des Jahres, die „Austria23“, wird von der Presse in insgesamt sechs Kategorien vergeben: Erfolg International, Forschung, Humanitäres Engagement, Klimainitiative, Kulturerbe und Unternehmen mit Verantwortung. In jeder Kategorie stehen fünf Kandidat:innen zur Wahl. Stimmen können noch bis 3. Oktober abgegeben werden.
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Austria23 – die Österreicher:innen des Jahres
