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Das ITA in den Medien 2025

Bricht die Demokratie weltweit zusammen? Wird uns Künstliche Intelligenz bald am Arbeitsplatz ersetzen? Sind die während der Coronavirus-Pandemie entstandenen Gräben bereits unüberwindbar? All diese wichtigen gesellschaftlichen Fragen stehen im Mittelpunkt der Forschung des Instituts für Technikfolgenabschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Renommierte Forscherinnen und Forscher haben sich in den Medien und auf der ersten globalen TA-Konferenz des ITA in Wien zu diesen Themen geäußert. Hier einige Highlights.

26.02.2026
Corona und Künstliche Intelligenz waren die beiden Top Themen des ITA im Medienspiegel 2025 (Graphik: ITA)

Wie künstliche Intelligenz unser Arbeitsleben verändert

Die Automatisierung dringt in Bereiche vor, die bisher Menschen vorbehalten waren, etwa in der Projektplanung und der Datenanalyse. In Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung werden künftig wesentliche Arbeitsschritte von künstlicher Intelligenz übernommen. Die ITA-Forscher Stefan Strauß und Doris Alhutter untersuchen, ob und wie dies möglich ist. Im Juli wurde Strauß für seine Analysen zu KI und Arbeit vielfach zitiert. Kognitive Arbeit sei besonders betroffen, erklärt er in einem Interview mit Radio OE1, fügt aber hinzu: „Viele Unternehmen sind unsicher, wie sie mit der Technologie umgehen sollen, weil ihnen das nötige Fachwissen fehlt.“ Laut Strauß liefert KI dann einen Mehrwert, wenn sie durch vorhandenes Fachwissen ergänzt wird.

Doris Allhutter forscht derzeit im Auftrag des österreichischen Parlaments zur digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung. Im Interview mit dem Podcast COMMITed analysiert sie die möglichen Folgen der KI-Integration für die österreichische öffentliche Verwaltung und warnt davor, Lösungen allein durch Technologie zu suchen.

Demokratie im Wandel

Demokratische Systeme geraten im Streit um Rohstoffe, Innovationen und Ressourcen ins Wanken. Die erste globale Konferenz zur Technologiebewertung (TA), die von der ITA organisiert wurde, konzentrierte sich auf die Rolle der TA für die Demokratie angesichts aktueller Ereignisse. Die Hauptrednerin Karen Howard, Chefwissenschaftlerin beim US Government Accountability Office (GAO), warnte in einem Medieninterview vor Polarisierung und der völligen Missachtung etablierter Qualitätsstandards.

ITA-Forscherin Astrid Mager konzentriert sich in ihrer Arbeit auf Datensicherheit und digitale Souveränität in Europa. In ihrem Vortrag „Open Data – Public Value?“ plädierte sie für Datenoffenheit und kollaborative Datennutzung. Auf der Conscious Communication Conference im Dezember betonte Mager, dass Demokratien unter Druck geraten und durch Überwachungstechnologien und diskriminierende Algorithmen zunehmend ausgehöhlt werden. Gesetze reichten oft nicht aus, sagte sie, und globale Datenflüsse seien schwer nachzuverfolgen.

Fünf Jahre nach Corona

Fünf Jahre nach Beginn der Pandemie und zwei Jahre nach der Veröffentlichung der von der Regierung in Auftrag gegebenen CORONA-Studie zieht ITA-Forscher und Studienautor Alexander Bogner im Radio, in der Presse und im Fernsehen Bilanz: „Corona war eine Auszeit für die Demokratie”, sagt er gegenüber der österreichischen Tageszeitung DIE PRESSE. Die Politik habe sich zu sehr auf Expertenwissen verlassen, während psychologische, soziale, bildungspolitische und wirtschaftliche Folgen zu wenig beleuchtet worden seien. Einseitige Medienberichterstattung und harte Maßnahmen wie der Impfzwang trugen ebenfalls zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung bei und förderten radikales Denken, sagt Bogner unter Verweis auf die Ergebnisse seiner Studie.