
Reallabore (auch „Living Labs“ genannt) werden in Deutschland und Europa immer populärer. Sie unterstützen dabei, innovative Ideen für gesellschaftliche Herausforderungen, wie z.B. die Energiewende, zu entwickeln. In diesen experimentellen Umgebungen arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Bürger:innen zusammen. Gemeinsam werden neue Ansätze entworfen und direkt im Alltag erprobt.
Der Vortrag beleuchtet Reallabore aus einer wissenschafts- und techniksoziologischen Perspektive. Im Mittelpunkt steht dabei das Zusammenspiel von wissenschaftlichen und sozialen Dynamiken und Abläufen. Es wird auch untersucht, wie Experimente in Reallaboren ablaufen und wie der Ort oder die Situation diese beeinflussen. Anhand verschiedener Fallbeispiele wird gezeigt, wie Wissenschaft und Gesellschaft miteinander verhandeln und zusammenarbeiten („Social Contracting“). Andere Beispiele zeigen, wie Experimente je nach Kontext unterschiedlich geplant und durchgeführt werden. Dabei wird deutlich, dass regionale Innovationsvorstellungen, sowie politische und gesellschaftliche Gegebenheiten eine große Rolle spielen.
Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, die verstehen möchten, wie in Reallaboren nicht nur neue Technologien getestet werden, sondern auch gesellschaftliche Strukturen neu ausgehandelt werden. Es wird auch untersucht, wie echte Experimente in Reallaboren ablaufen und wie der Ort oder die Situation diese beeinflussen.
Informationen
Dienstag, 2. September , 13:30-15:00
"Alte Burse"
Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien
Anmeldung: tamail(at)oeaw.ac.at
