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Wie kann Wien zu einer 15-Minuten Stadt werden? Einblicke aus der Langen Nacht der Forschung 2026

07.05.2026

Wie kann Wien zu einer 15-Minuten Stadt werden? Und was braucht es, damit die 15-Minuten Stadt für mehr Wiener:innen Realität wird?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Institut für Stadt- und Regionalforschung im Rahmen der Langen Nacht der Forschung 2026 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Link zum Programm). Die „15-Minuten Stadt“ ist eines der einflussreichsten Konzepte der Stadtplanung, wenn es um die Bewältigung der großen, urbanen Probleme des 21. Jahrhunderts geht. Nicht alle aber sind davon überzeugt. Über sechs Stunden hinweg kamen wir mit zahlreichen Besucher:innen ins Gespräch und diskutierten über Mobilität, Erreichbarkeit und die Zukunft lebenswerter Städte. Dabei konnten wir Einblicke in unsere aktuelle Forschungsarbeit vermitteln und uns über Herausforderungen für Menschen in ihrem täglichen Leben unterhalten.

An unserem Stand konnten Besucher:innen ihr persönliches 15-Minuten Grätzl entdecken. Die Ergebnisse machten deutlich, dass der Weg zu einer 15-Minuten Stadt für viele Menschen noch nicht Realität ist und diverse Herausforderungen mit sich bringt: Nur 21% der Besucher:innen, die bei uns vorbeischauten, leben nach eigener Einschätzung in einer 15-Minuten Stadt. Bei 79% liegt mindestens eine wesentliche Alltagsfunktion außerhalb einer Erreichbarkeit von 15 Minuten -  am häufigsten betrifft dies den Arbeitsweg.

Darüber hinaus konnten Besucher:innen ihre Zustimmung zu Aussagen markieren, die aus Walk-Along-Interviews stammen. Für diese Interviews begleiteten wir Bewohner:innen in Wien auf ihren alltäglichen Wegen, um ihre Erfahrungen mit Mobilität, öffentlichem Raum und Erreichbarkeit besser zu verstehen. Die zahlreichen Rückmeldungen machten sichtbar, wie eng Fragen der Stadtentwicklung mit den alltäglichen Bedürfnissen der Menschen verbunden sind. Gleichzeitig wurde deutlich, wie zentral Themen wie Erreichbarkeit, Mobilität und Lebensqualität für viele Menschen im Alltag sind – und wie oft bereits kleine Elemente des Straßenraums einen großen Einfluss darauf haben, wie Menschen ihre Wege durch die Stadt erleben.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Besucher:innen für das große Interesse, die spannenden Gespräche und den offenen Austausch. Die Lange Nacht der Forschung 2026 hat erneut gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft für die Gestaltung lebenswerter, nachhaltiger und zukunftsfähiger 15-Minuten Städte und Grätzl ist.

Weitere Informationen zu unserer Forschung zur 15-Minuten Stadt finden Sie unter: AccessCity4All