Vielsprachiges Gedächtnis der Migration

In dieser Oral-History-Sammlung führen Schüler:innen und Studierende generationenübergreifend biografische Interviews mit Migrant:innen – als Beitrag zu einem nationalen „Archiv der Migration“, das in Österreich bislang nicht besteht.

Das Projekt ist vielsprachig konzipiert, um den Zugang zu biografischen Erzählungen von Migrant:innen zu erleichtern. Der Umgang mit Sprachen wird aber auch als wesentliches Element der Lebensgeschichten selbst verstanden. Anerkennt man die Tatsache, dass Österreich demografisch und gesellschaftlich über Generationen hinweg von Migration geprägt wurde, ist die migrantisch bedingte Vielfalt der hier gesprochenen Sprachen und Sprachvarianten als Teil des nationalen Kulturerbes zu betrachten. Außerdem knüpft das Projekt an den pädagogischen Diskurs der Mehrsprachigkeit an: Es bietet den Schüler:innen und Studierenden ein Feld, in dem sie ihre Erstsprachen über den privaten Bereich hinaus aktiv verwenden und als wertvolle Ressource erfahren können.

Die Sammlung beruht auf dem Projekt „Vielsprachiges Gedächtnis der Migration“, das unter der Leitung von Georg Traska 2022-2025 am Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt und im Programm Sparkling Science 2.0 (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung) gefördert wurde.

 

Die folgenden Video-Ausschnitte exemplifizieren zentrale thematische Aspekte des Projekts, die in vier Kapiteln näher erläutert werden.