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Pflanzenvielfalt nimmt in Wiese, Wald und Gebirge ab

Immer mehr Pflanzenarten gehen verloren, während sich einige wenige großräumig ausbreiten. Diese Entwicklung weist ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der BOKU erstmals sowohl im Hochgebirge als auch in Wäldern und Wiesen nach. Der Hauptgrund für die Artenverschiebung: Erhöhte Stickstoffmengen in den Böden, verursacht durch agroindustrielle Landwirtschaft.

10.12.2021
Alpine Blumenwiese
Die Pflanzenvielfalt auf Österreichs Wiesen wird weniger. Stickstoffliebende Arten verdrängen kleinwüchsige, seltenere Spezialisten für nährstoffarme Böden. © Harald Pauli/ÖAW

 

Auf einen Blick

Publikation:
"Directional temporal turnover toward plant species with larger ranges across habitats", I.R. Staude, H.M. Pereira, G.N. Daskalova, M. Bernhardt‐Römermann, M. Diekmann, H. Pauli, et al., Ecology Letters, 2021
DOI: http://doi.org/10.1111/ele.13937

Förderung:
Die Studie wurde u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt. Sie ist ein Produkt der sDiv-Synthesearbeitsgruppe sREplot. Das Synthesezentrum des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung sDiv finanziert Arbeitsgruppentreffen, in denen internationale Forschende gemeinsam wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten.