Mi, 07. Januar 2026 | Kategorie Porträt

Emma Lipka - Grenzenlose Neugier

Emma Lipka ist seit 2023 Geförderte der Österreichischen Studienstiftung. Sie studiert am Zentrum für Translationswissenschaft die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch und zusätzlich Klassische Philologie an der Universität Wien.

Text: Emma Lipka

Fotocredits: privat

Schon von Kindesbeinen an interessierten mich Sprachen und im Laufe der Zeit merkte ich, dass ich hier recht talentiert bin. Ab der dritten Klasse Unterstufe hatte ich Französischunterricht und ab der fünften Klasse Latein. In der Oberstufe besuchte ich den bilingualen Zweig meiner Schule Gymnasium Draschestraße, GRG 23. Das ist der Grund, warum ich Englisch jetzt auf dem Niveau C2 spreche, fast so, als wäre es meine Muttersprache. In der achten Klasse nahm ich wegen meiner guten Englischkenntnisse beim mehrsprachigen Sag’s Multi Redewettbewerb teil und holte mir dort jede Menge Selbstbewusstsein.

Nach meiner Matura im Jahr 2023 habe ich beschlossen, am Zentrum für Translationswissenschaften die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch zu studieren. Aber natürlich habe ich meine Liebe zu Latein nicht vernachlässigt, weshalb ich die Klassische Philologie als Zweitstudium absolviere. Ich könnte mir gut vorstellen, einige dieser Sprachen später in einer Schule zu unterrichten – Nachhilfe gebe ich darin bereits jetzt.

Zu meinen großen Leidenschaften zählt das Gestalten von Radiobeiträgen, die ich selbst schreibe und einspreche. Vor kurzem durfte ich zwei Beiträge für das inklusive Radiokolleg, welches Anfang Dezember auf Ö1 gelaufen ist, gestalten. Ebenso habe ich schon einige Beiträge für die Sendung „Zwischenruf“ auf Ö1 und einige für die Sendung „Einfach zum Nachdenken“ auf Ö3 geschrieben und eingesprochen. Bei Ö3 durfte ich im September sogar ein Praktikum absolvieren, bei dem ich viele Erfahrungen sammeln konnte. So hat es mir zum Beispiel gezeigt, dass ich mich auf jeden Fall besonders im Bereich des professionellen Sprechens weiterbilden möchte.

Da ich grundsätzlich ein sehr neugieriger Mensch bin, möchte ich immer gerne viel Unterschiedliches ausprobieren. Deshalb bin ich sehr froh, eine Geförderte der Österreichischen Studienstiftung zu sein. Hier hat mir von Anfang an gefallen, dass ich durch Seminare und Studienstiftungsgespräche etwas über Themen lernen kann, die in meinem Studium absolut nicht vorkommen. So war ich zum Beispiel 2024 bei einem Seminar über Schallforschung, welches unter anderem viel mit Musik, Mathematik und Physik zu tun hatte. Außerdem genieße ich es, mich mit anderen Geförderten austauschen und vernetzen zu können. So entstanden schon einige neue Freundschaften.

Durch meine Neugierde bin ich auch zum Projekt des Jugendbeirats der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KIJA) Wien gekommen. Dieser Beirat, der sich unter anderem mit der Partizipation von jungen Menschen in verschiedenen Kontexten beschäftigt, besteht aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ich durfte von Anfang an bei diesem Projekt mitwirken und bin nach wie vor gerne dabei.

Sonstige Hobbies, denen ich in meiner Freizeit manchmal nachgehe, sind Skifahren, Tanzen, Theaterspielen und das kreative Schreiben von Geschichten und Gedichten. Aber ich will mich da nicht unbedingt festlegen, denn eigentlich bin ich immer bereit, etwas Neues kennenzulernen. Dass ich von Geburt an blind bin, hindert mich nicht daran, neue Sachen zu erforschen.