Di, 26.05.2026 16:30 | Kategorie Studienstiftungsgespräch

Manuela Lenk, Fachstatistische Generaldirektorin, Statistik Austria

Warum eine unabhängige Statistik-Behörde für die Demokratie oder warum die europäische Zusammenarbeit so wichtig sind, waren nur zwei der vielen Themen, die Manuela Lenk, seit September 2025 Generaldirektorin der Statistik Austria, den Geförderten ausführlich und praxisnah auseinandersetzte. Großes Interesse gab es auch am beruflichen Werdegang von Manuela Lenk, die im 2. Bildungsweg Soziologie studierte, zwei Kinder großzog, auch international sehr erfolgreich als Statistikerin in der Schweiz und schließlich einige Jahre als Krisenpflegemutter arbeitete, bevor sie als Generaldirektorin an die Statistik Austria zurückkehrte. Zentrales Metadaten-Management, aber auch gesellschaftspolitisch wichtige Statistiken wie die Armutsstatistik, jene über Gewalt gegen Frauen oder auch die internationalen Zusammenarbeit im Rahmen der Europäischen Statistik-Verordnung sind nur einige der besprochenen Themen.

Die Studienstiftung dankt für die vielen Einblicke in die gar nicht trockene Welt der Statistik, die uns Manuela Lenk mit Leidenschaft für ihre Arbeit - "Ich glaube an Zahlen", gepaart mit Humor und reichlich Lebenserfahrung, gezeigt hat. Mehr dazu im Blogbeitrag von Eirini Perissaki.

Blobeitrag | Eirini Perissaki

Im Rahmen eines Studienstiftungsgesprächs durften wir am 26. Mai mit Manuela Lenk, der Fachstatistischen Generaldirektorin bei Statistik Austria, ins Gespräch kommen.

Im Laufe des Gesprächs wurden zahlreiche Themen angesprochen, von der sozialen Verantwortung der Statistik Austria als öffentliche Institution bis hin zu Diskussionen darüber, ob es eine objektive "Wahrheit" gibt. Außerdem sprach Frau Lenk darüber, wie zentral die Unabhängigkeit der Statistik Austria ist und dass sie dieses Thema in ihrer Arbeit immer mitdenkt.

Besonders spannend war aber auch Frau Lenks persönlicher Werdegang: Nachdem sie mit 15 die Schule abgebrochen hatte, beschloss sie Jahre später, kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes, Soziologie zu studieren. Jetzt ist sie die Fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria.

Weiters sprach sie darüber, wie ihre vielseitigen Lebenserfahrungen es ihr ermöglichen, sich in unterschiedlichen beruflichen und sozialen Kontexten gut in andere hineinzuversetzen und entsprechend respektvoll zu kommunizieren. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ihre Erzählung über eine Mitarbeiterin, die eigentlich in Teilzeit wechseln wollte. Frau Lenk unterstützte sie jedoch darin, sich eine höhere Position zuzutrauen und den nächsten Karriereschritt zu wagen. Das Beispiel zeigte eindrucksvoll, wie wichtig gezielte Förderung von Frauen und gegenseitige Ermutigung im Berufsleben sein kann.

Gerade die Mischung aus Erfahrung und Diskussion machte den Nachmittag besonders anregend, und ich konnte erkennen, dass das Gespräch für viele von uns - insbesondere für junge Frauen - sehr inspirierend war.

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