Text: Matias Kuhs | Foto: Wittgenstein Center Delegation an der European Population Conference in Bologna, Quelle: Vienna Institute of Demography auf LinkedIn
Im Juni 2026 durfte ich ein Volontariat am Vienna Institute of Demography absolvieren. Von Beginn an wusste ich, dass es eine ganz besondere Zeit sein würde, da ich gleich in meiner ersten Woche das Institut zur EAPS European Population Conference 2026 nach Bologna begleiten konnte. Dort habe ich, gemeinsam mit Sophie Brunner und Richard Gisser, den Stand des Wittgenstein Centers (Zusammenschluss des DoD, des IIASA und des VID)betreut, aber auch zahlreiche Sessions besucht. Am spannendsten fand ich die über “excess mortality”, Geschwister oder den zweiten demographischen Übergang.
Im Laufe meines Aufenthalts in Bologna war besonders auffallend, wie familiär sich alles angefühlt hat. Die Demograf:innen haben wirklich eine schöne Community!
Spannender Alltag
Zurück in Wien war der Alltag nicht weniger spannend. Ich war Teil der Arbeitsgruppe “Health and Longevity”, wo ich am European Longevity Datasheet mitarbeiten durfte. Ich konnte meine R-Kenntnisse erweitern, musste mir Gedanken über Data Visualization machen und habe dank Krystof Zeman, dem “Vater” aller Datasheets, gelernt, wieso Landkarten so aussehen, wie sie aussehen. Zudem habe ich mich in diverse Gesundheitsindikatoren vertieft, die sehr viel intuitiver klingen als sie eigentlich sind!
Was ich besonders an diesem Monat geschätzt habe, ist, dass ich ständig neue Sachen lernen durfte. Dadurch, dass sich das VID in der Postsparkasse befindet, wo noch zahlreiche andere Institute der ÖAW ansässig sind, habe ich mir Vorträge anhören dürfen, die mit dem Volontariat selbst nichts zu tun hatten.
Außerdem durfte ich den Sitz der IIASA in Laxenburg besuchen, wo ich den Präsentationen des Young Scientists Summer Programs beisaß.
Besonders in Erinnerung bleiben wird mir der Vortrag von Bernhard Binder-Hammer am VID, über die European National Transfer Accounts, eine Datenbank, die ökonomische Indikatoren mit dem Alter der Individuen in Verbindung setzt. Dies war für mich als VWL Student besonders bereichernd, da es mir gezeigt hat, wie viele Schnittmengen diese zwei Disziplinen haben.
Bereichernde Begegnungen
Es war ein Monat, der von vielen Höhepunkten gezeichnet war. Ich habe enorm viel dazugelernt, neue Perspektiven über was ich nach meinem Studium machen kann erworben, aber vor allem viele tolle Menschen kennengelernt.
Ein besonderes Dankeschön geht an die Studienstiftung, die mir dieses Volontariat überhaupt ermöglicht hat. Ein anderes an Marc Luy, dem Institutsdirektor und Leiter von “Health and Longevity”, dass er mich in seine Gruppe aufgenommen hat. Danke an Magdalena Muszynska - Spielauer für die netten Gespräche in den Mittagspausen.
Das größte Dankeschön geht an Paola Di Giulio, die den ganzen Monat meine Mentorin war. Durch ihre unglaublich offene und nette Art habe ich mich in Windeseile in allem integriert gefühlt. Ich habe mich auch sehr geschätzt gefühlt, denn sie hat immer versucht mir Aufgaben und Literatur zu geben, die mich persönlich interessieren.
Ich kann daher ein Volontariat am Vienna Institute of Demography wärmstens empfehlen!
