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Die Kontrollmechanismen der Zellteilung

07.10.2013

Bei der Zellteilung müssen sich zunächst alle Chromosomen an die mitotische Spindel zwischen beiden Polen anheften. Geschieht das nicht richtig, wird der Zellzyklus blockiert.

Man hat bereits herausgefunden, dass ein gewisser „Checkpoint“ (Spindle Assembly Checkpoint – SAC) hierbei eine wichtige Rolle spielt. Wird dieser "Checkpoint" überwunden, werden Chromosomen frühzeitig und damit möglicherweise fehlerhaft auf die Tochterzellen verteilt.  Dieser Vorgang kann die Entstehung defekter Zellen und möglicherweise Krebs zur Folge haben. 

Chemotherapiesubstanzen, die an diesem Punkt angreifen, sind aber nicht immer wirksam. Tumore können offenbar auf diesem Weg auch eine Resistenz gegen die Chemotherapie entwickeln.

Die IMBA Forscher Amalie Dick und Daniel Gerlich imitierten deshalb im Labor solche Abläufe, indem sie mithilfe der Laser-Mikrochirurgie die Chromosomen von der Spindel abschnitten und so den SAC-Checkpoint aktivierten. Dabei fanden die Wissenschafter heraus, dass der SAC-Checkpoint nicht als reiner An-Aus-Schalter funktioniert, sondern dass die Kontrolle der Zellteilung auch von der Signalstärke abhängt. Außerdem konnten sie zeigen, dass es einige Minuten dauert, bis das Stopsignal wirkt.

Daniel Gerlich und Amalie Dick vom Wiener Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben nun Reaktionsgeschwindigkeit und Stärke eines wichtigen Kontrollpunkts während der Zellteilung beschrieben. Bei ihrer Forschungsarbeit kam eine präzise Laser-Mikrochirurgietechnik in lebenden Zellen zum Einsatz.