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Der Entsatz von Wien 1683

Historiografie und kulturelles Gedächtnis in Österreich und Polen von 1683 bis zur Gegenwart

24.09.2026
© Franz Geffels, Die Entsatzschlacht von Wien 1683, Öl auf Leinwand, spätes 17. Jahrhundert, Wien Museum, Inv. Nr. 40.132

Buchpräsentation
 

Der Entsatz von Wien 1683 ist ein Schlüsselereignis der europäischen Geschichte und bis heute einer der umstrittensten Gedächtnisorte Zentraleuropas. Über fast 350 Jahre sind die historischen Fakten von zeitgebundenen religiösen, nationalen, islamfeindlichen und antisemitischen Deutungen überlagert worden. Dieses vielschichtige Gedächtnis ist heute politisch so brisant wie damals, wie die geplante, aber nicht zustande gekommene Errichtung eines Sobieski-Denkmals 2018 am Kahlenberg in Wien zeigt.

Das Buch verbindet die Geschichte des Entsatzes von Wien mit seiner Erinnerung von 1683 bis zur Gegenwart erstmals aus österreichischer und polnischer Perspektive. Ausgehend von Augenzeugenberichten wird analysiert, wie Kirche, Politik, nationale Vereinigungen, Geschichtswissenschaft und Medien das Bild der Befreiung Wiens von osmanischer Belagerung immer wieder für Identitätspolitik nutzbar machten.

 

Veranstaltungsdaten
24. September 2026 | 19 Uhr
Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Keine Anmeldung erforderlich.

Rückfragen
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