
Der Entsatz von Wien 1683 ist ein Schlüsselereignis der europäischen Geschichte und bis heute einer der umstrittensten Gedächtnisorte Zentraleuropas. Über fast 350 Jahre sind die historischen Fakten von zeitgebundenen religiösen, nationalen, islamfeindlichen und antisemitischen Deutungen überlagert worden. Dieses vielschichtige Gedächtnis ist heute politisch so brisant wie damals, wie die geplante, aber nicht zustande gekommene Errichtung eines Sobieski-Denkmals 2018 am Kahlenberg in Wien zeigt.
Das Buch verbindet die Geschichte des Entsatzes von Wien mit seiner Erinnerung von 1683 bis zur Gegenwart erstmals aus österreichischer und polnischer Perspektive. Ausgehend von Augenzeugenberichten wird analysiert, wie Kirche, Politik, nationale Vereinigungen, Geschichtswissenschaft und Medien das Bild der Befreiung Wiens von osmanischer Belagerung immer wieder für Identitätspolitik nutzbar machten.
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24 September 2026 | 7 PM
Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
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