Die Forschungscluster (FC) schaffen einen gemeinsamen Rahmen für die Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen und die Weiterentwicklung des Forschungsprofils des IGF. Unterstützt werden sie durch die strategischen Enabler (SE1–3). Die Alpen bilden das zentrale Referenzsystem für internationale vergleichende Gebirgsforschung. 

FC1 – Prozesse und Dynamiken in Gebirgsräumen verstehen: Untersucht werden die Auswirkungen des Klima- und globalen Wandels auf Gebirgsräumen. Im Fokus stehen Veränderungen der Biodiversität und Ökosysteme, von Gletschern und Permafrost, Naturgefahren, Ressourcen- und Landnutzung sowie Kulturlandschaften. Ziel ist es, die Ursachen, Treiber, Dynamiken und Folgen dieser Veränderungen besser zu verstehen und ihre Bedeutung für die ökologische, soziale und kulturelle Vielfalt von Gebirgsräumen zu analysieren und ein Verständnis der Entwicklungen aufzubauen.

FC2 – Transformationen in Gebirgsräumen gestalten: Analysiert wird die Wechselwirkungen zwischen ökologischen und sozialen Faktoren und Prozessen sowie die daraus resultierenden Risiken, Anpassungsprozesse und Transformationspfade. Im Fokus stehen Risiko- und Resilienzdynamiken, nachhaltige Ressourcennutzung, Governance, soziale Anpassungs- und Transformationsprozesse. Ziel ist es, nachhaltige Entwicklungspfade in Gebirgsräumen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen zu gestalten und zu fördern und evidenzbasierte Daten bereitzustellen. eco.mont unterstützt den Wissenstransfer und die Verbreitung von Forschungsergebnissen zu Schutzgebieten, nachhaltiger Entwicklung sowie Anpassungs- und Transformationsprozessen in Gebirgsräumen.

FC3 – Innovative interdisziplinäre Methoden: Entwickelt werden neue methodische Grundlagen zur Verbesserung der interdisziplinären Erfassung, Analyse und Modellierung komplexer Gebirgssysteme. Dazu gehören Langzeitmonitoring, Fernerkundung, KI-gestützte Datenanalyse, Datenintegration, Modellierung sowie Szenarienentwicklung. Ziel ist es, unterschiedliche Daten- und Wissensbestände miteinander zu verknüpfen und Werkzeuge zu entwickeln, um Veränderungen in Gesellschaft-Umwelt-Systemen besser analysieren zu können.