Eine zentrale Fragestellung der Memory Studies lautet, wie soziale Gruppen historische Gewalterfahrungen verarbeiten und die Gestaltung der Vergangenheit mit jener der Gegenwart und der Zukunft in Beziehung setzen. Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum können als wesentliche Medien dieser kollektiven Praxis des Erinnerns, der Gedächtnisbildung und des Raumgebens betrachtet werden. Sie informieren in ihrer synchronen und diachronen Vielfalt über Phasen und Ausprägungen der gesellschaftlichen Verarbeitung von politischer Gewalt. In meinem Forschungs- und Publikationsprojekt werde ich auf der Grundlage von objekt- und akteursbezogenen Daten zu etwa 2.300 Erinnerungszeichen beschreiben und analysieren, wann, wo, wie, von wem und unter welchen politischen Umständen das Erfahren, Miterleben und Ausüben von politischer Gewalt gegen unterschiedliche soziale Gruppen öffentlich thematisiert oder nicht thematisiert worden ist. Ziel ist die Publikation einer Monografie.

Projektleiter: Peter Pirker
Finanzierung: ÖAW
Dauer: 

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