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Erzählstrukturen und Visualisierungen von Genealogien

Ein Online-Expert:innengespräch am Institut für Mittelalterforschung der ÖAW nimmt Genealogien der Vormoderne im Kontext familialer und institutioneller Selbstvergewisserung in den Blick.

Montag 28.04.2025 , Dauer: 2 Tage
© Abbildungen: Stift Klosterneuburg; Peter Böttcher – IMAREAL – Universität Salzburg

Genealogische Narrative und Darstellungen sind wichtige Bausteine familialer und institutioneller Selbstvergewisserung der Vormoderne. Um 1500 hatten sie sich als standardisiertes Medienphänomen - beispielsweise Wappenprogramme in Buchmalerei und Grabmalplastik, Listen, Tafeln oder historisierte Initialen - etabliert. Sie dienten der Herrschaftslegitimation, untermauerten Ansprüche und markierten soziale Zusammenhänge. Der Rückblick auf die Herkunft wurde in den Dienst einer intendierten Zukunft gestellt. 

Ein Online-Expert:innengespräch am Institut für Mittelalterforschung der ÖAW zum Thema "Zwischen 'herkomen' und "Hinwollen". Denkformen, Erzählstrukturen und Visualisierungen von Genealogien der Vormoderne" beleuchtet die vielschichtigen Aspekte vormoderner Genealogien unter anderem am Beispiel der komplexen Text-/Bildkombinationen der „Sunthaym-Tafeln“ und des mit diesen in Beziehung stehenden monumentalen „Babenbergerstammbaums“ in den Sammlungen des Stiftes Klosterneuburg. Beim Expert:innengespräch, das im Rahmen eines großen Inschriftenprojekts (PREMISES) und gemeinsam mit Ralph Andraschek-Holzer von der NÖ Landesbibliothek stattfindet, geht es um Funktionen, Entstehungsbedingungen und Ausführungstechniken von Genealogien.

Weitere Informationen

Anmeldung für einen Zugangslink bei edith.kapeller(at)oeaw.ac.at

Informationen

 

Termin:
28. bis 29. April 2025

Ort:
online

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Edith Kapeller
T: +43 1 51581-7222
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW