
Mit der Einsetzung des Ptolemaios (I.) als Satrap in Ägypten setzte eine Entwicklung ein, die schließlich zur Ptolemäerdynastie des hellenistischen Ägypten führte. Dabei war die Akzeptanz dieser griechisch-makedonischen Herrscher als Pharaonen in Ägypten keineswegs selbstverständlich. Einige königliche Inschriften der ersten fünf Ptolemäerkönige, sogenannte Synadaldekrete, scheinen ein Schlaglicht auf den Prozess zu werfen, wie die makedonisch-griechischen Herrscher über ihr Selbstverständnis als Könige (basileis) hinaus schrittweise eine Anerkennung als ‚vollwertige‘ ägyptische Pharaonen ausbildeten.
Mit diesen Synodaldekreten Hilmar Klinkott, Professor für Alte Geschichte an der Christian Albrechts-Universität zu Kiel, eingehend befasst. Auf Einladung der Kommission der ÖAW: Transformationsprozesse und Imperium in den Antiken Welten Afro-Eurasiens stellt er seine Forschungsarbeiten über Aushandlungsprozesse bis zur Übernahme der pharaonischen Titulatur vor. Er beleuchtet beim Vortrag "Die Ptolemäer als Pharaonen - Transformations- und Akzeptanzstrategien bei der Dynastiebildung im frühhellenistischen Ägypten“ die ptolemäische Strategie in der Transformation des eigenen ‚Fremdherrscherstatus‘, die erst unter Ptolemaios V. zu einem Abschluss zu kommen scheint.
Informationen
Termin:
25. Juni 2025, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Burse
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt:
Mag. Sabrina Radax
T: +43 1 51581-1283
Kommission der ÖAW: Transformationsprozesse und Imperium in den Antiken Welten Afro-Eurasiens