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Tomáš Sobotka  
Tomáš Sobotka Research Group: Fertility and Family Phone: +43 1 51581 - 7716 E-Mail: tomas.sobotka@oeaw.ac.at Publications Full Publication List (until 2014) Full Publication List (since 2013) Human Fertility Database: www.humanfertility.org Human Fertility Collection: http://www.fertilitydata.org CFE (Cohort Fertility and Education) database: http://videurrep.oeaw.ac.at/database/ European Fertility Data Sheet 2015: www.fertilitydatasheet.org European Demographic Data Sheet 2006, 2008, 2010, 2012, 2014, 2016: www.populationeurope.org* Birth Barometer / Geburtenbarometer Austria, Geburtenbarometer Vienna: http://www.oeaw.ac.at/vid/data/geburtenbarometer-austria-and-vienna/ About Tomas Sobotka leads the VID research group on Comparative European Demography. He received his PhD in Demography from the Population Research Centre, University of Groningen (Netherlands) in 2004. In 2005–10 he was managing editor of the Vienna Yearbook of Population Research and in 2012–17 he was the principal investigator of the ERC-funded research project EURREP (Fertility and Reproduction in 21st Century Europe, www.eurrep.org ). In February 2017 he received the “Allianz European Demographer Award”. Currently he is a member of the European Association for Population Studies (EAPS) Council. T. Sobotka studies a broad range of topics related to fertility and family changes, including childlessness, fertility measurement, fertility intentions and assisted reproduction, as well as migration and population trends in Europe. He has initiated the Cohort Fertility and Education (CFE) database (www.cfe-database.org ) and together with Joshua Goldstein and Vladimir Shkolnikov (MPIDR, Rostock) he has initiated the Human Fertility Database (http://www.humanfertility.org ). Areas of Expertise Fertility and Family Change in Low-fertility Settings Fertility Measurement Fertility Intentions & Ideals Education and Fertility, Assisted Reproduction Research Areas Fertility and Family Curriculum Vitae Download CV as PDF Short Bio Download short biography as PDF  
Maria Winkler-Dworak  
Maria Winkler-Dworak Research Group: Economic Demography Phone: +43 1 51581 - 7709 E-Mail: maria.winkler-dworak@oeaw.ac.at Selected Publications The longevity of academicians: Evidence from the Saxonian Academy of Sciences and Humanities in Leipzig Author(s): Winkler-Dworak M, Kaden H Reference: Vienna Yearbook of Population Research 2013, Vol. 11:185-204 Year: 2014 Education and the family life course Author(s): Thomson E, Winkler-Dworak M, Kennedy S Reference: Pages 35-52 in Evans A and Baxter J (eds.), Negotiating the Life Course. Life Course Research and Social Policies 1, Dordrecht: Springer Year: 2012 Union instability as an engine of fertility? A micro-simulation model for France Author(s): Thomson E, Winkler-Dworak M, Spielauer M, Prskawetz A Reference: Demography 49 (1): 175-195 Year: 2012 About Maria Winkler-Dworak has been a researcher at the Vienna Institute of Demography since 1999. She received her doctorate in mathematics at the Vienna University of Technology in 2002. Her current research topics include family formation, fertility and union dynamics as well as educational differences in mortality and, more specifically, the longevity of academicians. Areas of Expertise Union Instability & Fertility Mortality of Elite Groups Research Areas Fertility and Family Mortality Population and Environment Curriculum Vitae Download CV as PDF  
Willkommen  
Liebe Besucherin, Lieber Besucher, wir freuen uns über Ihr Interesse und darüber, Ihnen einen Einblick in die Demographie geben zu können. Auf diesem Weg möchten wir unsere Forschungsgebiete vorstellen und Ihnen Ausschnitte unserer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen und Ergebnisse präsentieren. Zu detaillierteren wissenschaftlichen Informationen in Englischer Sprache leiten wir Sie innerhalb der jeweiligen Themenbereiche weiter. Wenn Ihrerseits Fragen entstehen, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme über vid(at)oeaw.ac.at.  
Aktuelles aus der Forschung: COVID-19  
Detaillierte fachwissenschaftliche Informationen und Ergebnisse zu unseren COVID-19 Forschungsthemen in englischer Sprache finden Sie hier. Die COVID-19 Pandemie begründet ernste gesundheitliche, soziale und ökonomische Herausforderungen, von denen einige unmittelbar mit demographischen Faktoren zusammenhängen. Während das ursprüngliche Bestreben darauf ausgerichtet war, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen und die unmittelbaren Auswirkungen abzumildern, werden langfristig signifikante Konsequenzen erwartet, die mit der Demographie in Zusammenhang stehen. Forscher*innen am Institut für Demographie beleuchten die COVID-19 Pandemie und ihre Folgen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Neuigkeiten von der Front: Schätzung der Übersterblichkeit und Lebenserwartung in den großen Epizentren der COVID-19 Pandemie in Italien Wir untersuchen den Einfluss von COVID-19 auf das Mortalitätsniveau sowie -trends in den am stärksten betroffenen italienischen Provinzen (Bergamo, Brescia, Cremona, Lauden and Piacenza). Statt uns auf die Anzahl der COVID-19 getesteten Todesfälle zu verlassen, was vermutlich zu zu geringen Meldungen führt, konzentrieren wir uns auf verlässliche administrative Daten, die sich auf die Gesamtmortalität beziehen und vom Statistischen Amt in Italien (Istituto Nazionale di Statistica, ISTAT) erfasst werden. Die Demographie der COVID-19 Todesfälle Die Anzahl an COVID-19 Sterbefällen variiert substantiell zwischen verschiedenen Ländern. Wissenschaftler*innen versuchen, die zugrunde liegenden Ursachen für die beobachteten Länderunterschiede zu finden. Allerdings ist es aufgrund von Unterschieden im Testumfang sowie Ungleichheiten in der Definition der COVID-19 bezogenen Sterblichkeit eine Herausforderung, COVID-19 Todesfälle über Länder zu vergleichen. Unser Ziel ist es daher, eine umfassende Datenbasis zu schaffen und zu erhalten, welche nicht nur die Anzahl von COVID-19 Sterbefällen sondern auch die entsprechenden Metadaten, also detaillierte Informationen zum Prozess der Datenerhebung, enthält. Es handelt sich um ein internationales Projekt, an dem mehrere Forscher*innen zusammenarbeiten, die wiederum die Daten für unterschiedliche Länder bereitstellen; so das VID für Österreich. COVID-19 Vulnerabilitäts-Index für Österreichische Gemeinden Eine Vielzahl an Faktoren kann die gesellschaftliche Vulnerabilität inmitten der COVID-19 Pandemie beeinflussen. Vulnerable Gruppen sind nicht nur ältere Personen oder solche mit geschwächtem Gesundheitszustand und Begleiterkrankungen, sondern auch sozio-ökonomisch benachteiligte Gruppen, die ebenfalls die Konsequenzen der Krise bewältigen müssen. Die Vulnerabilitätsfaktoren zu identifizieren und zu kartieren, kann den Gesundheitsbehörden und politischen Entscheidungsträger*innen dabei helfen, adäquat zu reagieren. Die Wahrnehmung von Risiken in den USA Die Wahrnehmung von Risiken, welche stark vom individuellen sozialen Hintergrund geprägt wird, ist ein wichtiger Verhaltensfaktor, der wiederum die Reaktion von Personen in Zeiten einer Notlage oder Notfallsituationen beeinflusst. Ein verbessertes Verständnis davon, wie sich die öffentliche Wahrnehmung bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen herausbildet und welche gesellschaftlichen Gruppen besonders empfänglich für gefährliche Falschinformationen sind, ist wichtig, um die Bevölkerung wirkungsvoller für zukünftige Gesundheitskrisen vorzubereiten. Geschlechterunterschiede in der COVID-19 Vulnerabilität COVID-19 Todesfälle sind ungleich auf die Geschlechter verteilt: Männer dominieren die Sterbefallstatistik und weisen eine höhere Fallsterblichkeitsrate auf als Frauen. Dies steht in den meisten Ländern wiederum im Gegensatz zu den berichteten Fallzahlen, die eine weitgehende Gleichheit zwischen den Geschlechtern zeigt. Wie viele Leben können gerettet werden? Eine globale Sicht auf den Einfluss von Testung, Herdenimmunität und der Demographie auf COVID-19 Sterblichkeitsraten In unserer Arbeit zeigen wir, wie sowohl i) der Anteil aller tatsächlich mit COVID-19 infizierten Personen an der Gesamtbevölkerung als auch ii) unter diesen der Anteil jener Personen, welche mit COVID-19 infiziert sind und auch entdeckt werden, geschätzt werden können. Zu diesem Zweck simulieren wir ein mathematisches Modell, welches auch in der Epidemiologie zur Ausbreitung ansteckender Krankheiten herangezogen wird. Dieses „SEIR“ Modell kalibrieren wir mittels der in der Realität beobachteten Todesfälle. Anschließend führen wir auf Basis einer statistischen Methode („Bayesian Melding Methode“) Schätzungen für die Größe der eingangs erwähnten Personengruppen durch. Unsere Methode kann insbesondere in den Ländern angewandt werden, in denen es schwierig ist, so genannte Seroprävalenzstudien zu implementieren. Wie man eine Pandemie in einem Netzwerk optimal unter Kontrolle hält Es gibt große Unterschiede darin, wie stark verschiedene und miteinander vernetzte Bevölkerungsgruppen - je nach Region, Veranlagung und beruflicher Tätigkeit - von der COVID-19 Pandemie betroffen sind. Wir untersuchen, wie sich Maßnahmen bzgl. Testung und „Social distancing” optimal an solche Unterschiede über „Bevölkerungs-Cluster” oder Netzwerke hinweg anpassen sollten. WECHSELWIRKUNGEN ZWISCHEN MENSCH UND UMWELT IM SCHATTEN VON ZOONOSE Die COVID-19 Pandemie hat sehr deutlich das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern von tierischen auf menschliche Populationen (sogenannter Zoonose) offengelegt; ein Risiko, das tendenziell mit zunehmender Ausbeutung des natürlichen Lebensraums ansteigen wird. Auf Basis mathematischer Modelle untersuchen wir die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt - unter dem Risiko der Übertragung von Krankheitserregern - sowie die unterschiedliche dynamische Entwicklung für verschiedene Modellparameter. OPTIMALE LOCKDOWN POLITIK UND OPTIMALE VERTEILUNG DER IMPFUNGEN: OPERATIONS RESEARCH ANSATZ Unsere Analyse des Einflusses eines oder mehrerer (unterschiedlich langer und starker) Lockdowns ermöglicht uns, drastische Unterschiede in Bezug auf ein Performance-Maß (zusammengesetzt aus unterschiedlich gewichtetem ökonomischen und gesundheits-ökonomischen Anteil) zu identifizieren. Für spezielle Modellspezifikationen zeigen sich sogar zwei oder drei unterschiedliche Politiken als optimal. Durch die Inkludierung einer Impfung zur Analyse sind wir in der Lage, die optimale Verteilung der Impfdosen über die Zeit für verschiedene Bevölkerungsgruppen samt der optimalen Begleitung zusätzlicher Lockdowns zu berechnen. Messung der makro-ökonomischen Belastung durch COVID-19 Allein bisher hat die COVID-19 Pandemie, verbunden mit den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung, eine enorme makro-ökonomische Belastung verursacht. Besorgniserregend ist auch die Ungewissheit darüber, wie lange sich diese Belastung in die Zukunft ausdehnen könnte. Als Grundlage weiterer Betrachtungen berechnen wir zunächst die direkt durch Mortalität, Morbidität und Behandlungskosten verursachte ökonomische Belastung der COVID-19 Pandemie für eine Auswahl an Ländern unter verschiedenen Annahmen bzgl. der weiteren pandemischen Entwicklung. Ein Überblick über eine „virale“ Literatur zu COVID-19 und andere moderne Infektionskrankheiten Passend zu der beispiellosen Geschwindigkeit, mit der sich COVID-19 auf der Welt ausbreitet, entsteht eine Literatur, die sich mit den ökonomischen Auswirkungen der Pandemie beschäftigt. Gemeinsam mit der existenten Literatur zu ansteckenden Krankheiten bieten wir einen aktuellen Überblick und fassen die Schlüsselerkenntnisse für ein erfolgreiches Management der ökonomischen Konsequenzen von Pandemien zusammen. Covid-19 Tracker Unser „COVID-19 Tracker” präsentiert Zeitreihen ausgewählter Indikatoren für ausgewählte Länder aus vergleichender Perspektive. Der „COVID-19 Tracker” zeigt u.a. die Fallzahlen insgesamt, neue COVID-19 Fälle, tägliche Todesfälle und abgeleitete relative Indikatoren, wie z.B. die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner oder den relativen Anstieg der neuen Fallzahlen.   
COVID-19 related research at VID  
WIC Conference 2020: Demographic Aspects of the COVID-19 Pandemic and its Consequences Vienna, 30 Nov - 1 Dec, 2020 The COVID-19 pandemic is causing serious health, social and economic challenges, several of which are directly related to demographic factors. While the initial efforts focus on slowing the spread of the pandemic and mitigating its immediate impact, significant demography-related consequences are expected in the longer term. Researchers at the Vienna Institute of Demography (Austrian Academy of Sciences) address the COVID-19 pandemic and its consequences from various scientific perspectives. News from the front: Estimation of excess mortality and life expectancy in the major epicenters of the COVID-19 pandemic in Italy Markus Sauerberg (Health & Longevity) In this research, we investigate the impact of COVID-19 on mortality levels and trends in the most severely hit Italian provinces (Bergamo, Brescia, Cremona, Lodi, and Piacenza). Instead of relying on the number of COVID-19 tested deaths, which is likely to be underreported, we focus on reliable administrative all-cause mortality data obtained from the Italian Statistical Office (ISTAT).  more Demographics of COVID-19 Deaths Markus Sauerberg (Health & Mortality)  The number of COVID-19 deaths varies substantially between countries and researchers are trying to dig out the underlying reasons for the observed country differentials. Comparing COVID-19 deaths across countries is challenging, however, because of differences in testing coverage and disparities in the definition of COVID-19 mortality. The aim of this project is therefore to create and maintain a comprehensive database providing not only COVID-19 death counts, but also the corresponding metadata, i.e., detailed information about the data collection procedure. It is an international project which operates through the collaboration of several researchers who provide the data for the different countries. Markus Sauerberg covers the part for Austria. more COVID-19 vulnerability index for Austrian municipalities Leora Courtney-Wolfman, Roman Hoffmann, Anna Renner, Erich Striessnig (Migration, Education and Environment) A variety of factors can influence individual vulnerability amid the COVID 19 pandemic. Vulnerable groups are not only the elderly or those with a weak health condition and comorbidities, but also socioeconomically disadvantaged groups who might struggle to cope with the consequences of the crisis. Measuring and mapping vulnerability is important to inform health authorities and policy makers and to enable them to develop adequate responses.  more Risk perception in the US based on PEW data Leora Courtney-Wolfman, Roman Hoffmann, Anna Renner, Erich Striessnig (Migration, Education and Environment) Risk perceptions, which are strongly influenced by a person’s social background and education, are an important behavioral factor influencing individual responses in times of distress or in emergency situations. Better understanding how perceptions are formed and what their underlying determinants are is important to more effectively prepare populations for future health crises. more Gender differences in vulnerability to COVID-19 pandemic Tomas Sobotka, Zuzanna Brzozowska,  Vanessa di Lego,  Raya Muttarak,  Markus Sauerberg, Krystof Zeman, (Fertility and Family, Health & Longevity, Population Dynamics & Forecasting) COVID-19 deaths are unequally distributed by gender: men dominate the statistics of deaths and have much higher rate of case fatalities than women. This contrasts with broad gender equality in the reported number of cases in most countries. more How many lives can be saved? A global view on the impact of testing, herd immunity and demographics on COVID-19 fatality rates Vanessa Di Lego, Miguel Sanchez-Romero, Alexia Prskawetz (Economic Demography, Health & Longevity) We identify the role of demographics (population size and population age distribution) on COVID-19 fatality rates and quantify the maximum number of lives that can be saved according to different testing strategies, different levels of herd immunity, and specific population characteristics. more Optimally controlling a pandemic across networks Michael Freiberger, Stefan Wrzaczek, Michael Kuhn (Economic Demography) There are strong differences in the extent to which different groups of the population - by region, age, predisposition, occupation) - are affected by the Covid-19 pandemic. In this project we explore how testing and social distancing policies should optimally accommodate the differences across such "population clusters" or networks. more Modelling human-environment interaction under the risk of zoonosis Michael Kuhn, Stefan Wrzaczek (Economic Demography) The COVID19 pandemic has clearly exposed the risk of the transmission of pathogens from animal populations to human populations, a risk that is prone to magnify with the further exploitation of the natural environment. In this project, we explore by way of mathematical modelling the human-environment interaction under the risk of pathogen transmission. more Optimal lock-down policies: an OR approach Stefan Wrzaczek,  Alexia Prskawetz,  Gustav Feichtinger (Economic Demography) We take an established SIR epidemiological model and value the development of the epidemics in economic and in health economics terms. Based on this model we derive the optimal begin and the optimal length of the current shut down. more Assessing the macroeconomic burden of COVID19 Michael Kuhn (Economic Demography) Up to now the COVID-19 pandemic, together with severe social distancing measures for keeping it at bay, have already caused an enormous macroeconomic burden. More worryingly, how long this burden may stretch into the future remains unclear. In this project, we calculate the macroeconomic burden of COVID-19 for a large number of countries and scenarios about the progression of the pandemic. more Coming to grips with a viral macroeconomic literature on COVID19 Michael Kuhn (Economic Demography) Matching the unprecedented speed at which COVID19 has spread across the globe, a literature is emerging that deals with the economic repercussions of the pandemic. We provide a timely review of this literature together with the extant literature on infectious diseases and summarize the key insights for successfully managing the economic consequences of the pandemic. more COVID-19 tracker Zuzanna Brzozowska,  Krystof Zeman (Fertility and Family) COVID-19 tracker [https://zozlak.org/covid19/] displays time-series of selected indicators for selected countries in comparative perspective. The tracker shows total cases, new cases, deaths, and derived relative indicators. more  
Unsere Publikationen  
Unsere Publikationen in englischer Sprache finden Sie hier. Informationen zu den Publikationen unserer Wissenschaftler* innen in internationalen wissenschaftlichen Fachjournalen finden Sie hier. Unsere Publikationen Demografische Forschung aus erster Hand In der „Demografische Forschung aus Erster Hand“ stellen wir Ihnen Studien vor, die einen Bezug zu Deutschland bzw. Österreich haben. Hier erklären wir bspw., dass und aufgrund welcher Effekte der Rückgang der Lebenserwartung im Jahr 2015 nicht besorgniserregend sein muss, sowie warum der „Altenquotient“ die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu vereinfacht darstellt und dass Arbeitsmarktbeteiligung und Produktivität belastende Effekte für die Sozialsysteme mildern können. Dieser „Infoletter“ wird quartalsweise - sowohl im Druck als auch online - publiziert und ist kostenlos erhältlich. Es handelt sich um eine Kooperation des Vienna Institute of Demography (ÖAW) bzw. Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung (Rostock), Institut für Soziologie und Demografie, Universität Rostock, Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels und dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Wiesbaden). Weibliche Erwerbskarrieren Wien kennzeichnete innerhalb Österreichs lange Zeit die höchste Frauenerwerbstätigkeit, fiel in den letzten 20 Jahren jedoch im innerösterreichischen Vergleich zurück. Zugleich weist Wien nicht mehr die geringsten Fertilitätsraten Österreichs auf. Beide Entwicklungen gingen mit einem Anstieg der Zuwanderung und einer Transformation des Wiener Arbeitsmarkts einher. Vor diesem Hintergrund analysierte das Forschungsprojekt „WieFErt“  die weibliche Berufstätigkeit in Österreich und vor allem in Wien. Die Ergebnisse wurden in einer Online-Broschüre  aufbereitet. Die Studie zeigt die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit in den letzten Jahrzehnten auf, identifiziert unterschiedliche Karrieretypen und analysiert den Bezug von Wochen- und Kinderbetreuungsgeld. Geburtenbarometer Das Geburtenbarometer („Birth Barometer“) beobachtet die Fertilität in Österreich. Es bietet aktuelle Daten, Grafiken und Analysen zu Fertilitätstrends in Österreich. Sechs Präsentationen geben einen Überblick über die Fertilität in Perioden- und Kohorten-Perspektive, das Timing der Fertilität, die Fertilität von Migrantinnen und die Fertilität von Männern sowie das Geburtenbarometer Wien. Die Daten sind zum Download verfügbar. Vienna Yearbook of Population Research Das „Vienna Yearbook of Population Research (VYPR)“ ist ein jährlich erscheinendes Journal in englischer Sprache, welches vom Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit 2003 publiziert wird. Hier erscheinen von Experten begutachtete Forschungsartikel, die sich mit Bevölkerungstrends sowie einer großen Bandbreite an theoretischen sowie methodischen Themen der Bevölkerungsforschung beschäftigen. In Anlehnung an aktuelle wissenschaftliche Diskussionen im Bereich der Bevölkerungsforschung enthält auch das VYPR eingeladene Beiträge zu demographischen Debatten. Schließlich bilden Beiträge zu Daten & Trends langfristige Entwicklungen sowie jüngste Trends in verschiedenen Bereichen weltweiten Bevölkerungswandels ab. Seit 2010 widmen sich die Ausgaben des VYPR ausgewählten Schwerpunktthemen; so Ausgabe 17 (2019) der Bevölkerungsalterung und inter-generationeller Umverteilung („Population Ageing and Intergenerational Redistribution“) sowie Ausgabe 18 (2020) der Fertilität über Zeit und Raum („Fertility across Time and Space“). European Demographic Datasheet Das „European Demographic Data Sheet“ (EDS) betrachtet, erforscht und visualisiert jüngste Bevölkerungstrends in 45 Ländern. Seit 2006 wird es in 2-jährigem Rhythmus in englischer Sprache publiziert und ist online sowie als gedrucktes Poster verfügbar. Die online Version zeichnet sich durch eine erweiterte Auswahl von Karten und Tabellen sowie themen-spezifischen Texten und Graphiken aus. Das „European Demographic Datasheet 2020“ konzentriert sich insbesondere auf die Messung von Bildung, Wohlbefinden sowie internationaler Migration und untersucht jüngste Trends von Fertilität sowie Mortalität. Detailinformationen sowie Informationen zu weiteren Datasheets in englischer Sprache finden Sie hier .  
Vulnerability Index  
COVID-19 vulnerability index for Austrian municipalities Funded by the Jubilee Fund of the City of Vienna for the Austrian Academy of Sciences, the Climate, Health and Population (CHAP) project is dedicated to the study of the consequences of climate change in the metropolitan area of Vienna. As extreme weather events, such as heat waves, are becoming more frequent and intense, Vienna’s population is coming under increasing threat from heat stress. Yet many of the disease types that increase the risk from heat-related stresses are also associated with higher risk from COVID-19. Studying and projecting the potential risk from COVID-19 at the municipality level, therefore, seemed like a natural extension to the CHAP project. Team:  Leora Courtney-Wolfman, Roman Hoffmann, Anna Renner, Erich Striessnig Research Group:  Migration, Education and Environment Cooperation Partner:  World Population Program, International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) - Raya Muttarak  
Woran wir arbeiten  
Informationen zu unseren Forschungsgruppen in englischer Sprache finden Sie hier. Woran wir arbeiten Unsere Forschungsthemen DEMOGRAPHIE ÖSTERREICHS Dieser Forschungsbereich betrachtet sowohl die Humankapitalbildung, d.h. Fertilität, Bildung und Immigration, als auch die Verringerung von Humankapital durch Mortalität, gesundheitliche Einschränkungen und Emigration aus Österreich. Jüngst lag ein Forschungsschwerpunkt auf der Ankunft asylsuchender Personen während des 2. Halbjahres 2015 und ihrer Integration. Zusätzlich wird das VID auch weiterhin als österreichischer Partner in großen internationalen Befragungen, wie dem GGP („Gender and Generations Programme“) sowie weiteren relevanten Datenplattformen, fungieren. Um unserem Anspruch als führende Institution in demographischer Expertise für Österreich gerecht zu werden, stehen wir in engem Kontakt mit Interessensvertretern und Regierungsstellen auf nationaler und regionaler Ebene. Weiterführende Informationen in englischer Sprache finden Sie bei unserer Forschungsgruppe „Demography of Austria“. FERTILITÄT UND FAMILIE Humankapitalbildung beginnt mit der Geburt. Daher beschäftigt sich dieses Forschungsgebiet auf globaler Ebene mit der umfassenden Analyse von Fertilität und den Familienstrukturen, in welche Babys hineingeboren werden. Der Fokus liegt auf Ländern mit niedrigem Geburtenniveau. Hier werden im Speziellen die Fertilitätstrends und Kinderzahl, Fertilitätspräferenzen sowie Bildungsunterschiede in der Fertilität und im Familienverhalten analysiert. Diese Themen werden vor dem Hintergrund inter-generationeller Beziehungen, zunehmender ökonomischer Unsicherheit, der Ausweitung medizinisch unterstützter Reproduktionsmethoden und dem Trend zu hinausgezögerter Elternschaft und kleineren Familiengrößen betrachtet. Methodisch kombinieren wir Forschungsansätze auf der individuellen mit der Makro Ebene. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Demografische Forschung und wissenschaftlichen Kolleg*innen aus vielen weiteren Ländern stellen wir u.a. folgende Datenbasen zusammen: „Human Fertility Database” (HFD), „Human Fertility Collection” (HFC), “Cohort Fertility and Education Database” (CFE). Darüber hinaus koordinieren wir die Erstellung des „European Demographic Data Sheet“. Weiterführende Informationen in englischer Sprache finden Sie bei unserer Forschungsgruppe „Fertility and Family“. GESUNDHEIT UND MORTALITÄT Das wesentliche Ziel unserer Forschung besteht darin, die komplexe Entstehung gesunden Alterns zu entschlüsseln. Wir wollen besser verstehen, welche Faktoren und kausalen Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass bestimmte (Gruppen von) Menschen länger und gesünder leben als andere. Unsere zentrale Forschungsfrage lautet daher: In welcher Weise interagieren und bedingen sich (physische, soziale und epidemiologische) Umwelt, Genetik und Gesundheitsverhalten? Die spezielle Forschungsstrategie, mit der wir versuchen, Antworten auf diese Frage zu finden, besteht in der Analyse von Unterschieden in Gesundheit und Sterblichkeit. Wir glauben, dass wenn wir verstehen, warum eine bestimmte Bevölkerungsgruppe länger und gesünder lebt als eine andere, wir dadurch viel über die generellen Mechanismen lernen, die Gesundheit und Langlebigkeit bestimmen. Die Unterschiede in Gesundheit und Langlebigkeit, die uns besonders interessieren, umfassen unter anderem die zwischen West- und Osteuropa (insbesondere West- und Ostdeutschland), zwischen Frauen und Männern und zwischen sozioökonomischen Statusgruppen. Ein dabei relativ häufig auftretendes Problem ist, dass die existierenden Methoden nicht ausreichen, um unsere Forschungsfragen mit dem vorhandenen Datenmaterial beantworten zu können. Deshalb arbeiten wir auch an angewandt-methodischen Weiterentwicklungen, wie z.B. der Tempobereinigung der Perioden-Lebenserwartung, der „Longitudinal Survival Method“ (LSM) und indirekten Schätzverfahren. Unsere Forschung basiert sowohl auf externen als auch selbst erhobenen Daten. Erstere beinhalten sowohl Makroebenen-Daten wie die „Human Mortality Database“ oder die „WHO Mortality Database“ als auch Individualdatensätze wie SHARE, EU-SILC, EHIS, das deutsche Sozio-Ökonomische Panel (SOEP), den deutschen Alterssurvey (DEAS) und den Österreichischen Gesundheits-Survey (ATHIS). Unsere eigene Datenerhebung erfolgt im Rahmen der Deutsch-Österreichischen Klosterstudie. Weiterführende Informationen in englischer Sprache finden Sie bei unserer Forschungsgruppe „Health & Longevity“. Alterung neu verstanden Dieser Forschungsbereich beschäftigt sich mit der Entwicklung des Anteils älterer Menschen - gemessen sowohl durch konventionelle als auch neue Alterungs-Indikatoren. Bereits seit Anfang der Jahrtausendwende beschäftigen sich Wissenschaftler am VID mit der „Neu-Messung” des Alters und der Alterung, die den modernen globalen Gegebenheiten entspricht. Eine Projektförderung seitens des Europäischen Forschungsrats („ERC Advanced Grant“) ermöglichte seit 2013 eine nähere Auseinandersetzung mit der Thematik. Im Zentrum des Ansatzes steht die Betrachtung der sich stetig verändernden Charakteristika von Bevölkerungen. Das Alter von Menschen wird nicht mehr nur anhand ihres chronologischen Alters bestimmt, also der Lebenszeit seit der Geburt, sondern eine Vielzahl weiterer Charakteristika - wie Unterschiede in Bildung, der Gesundheitsstatus und physische Einschränkungen in höherem Alter, die verbleibende Lebenserwartung und kognitive Fähigkeiten - werden für die Messung mit einbezogen. Diese Neubetrachtung hat weitreichende Konsequenzen für die öffentliche Meinung über Alterung und deren Auswirkungen, politische Strategien und Gesetze, vor allem Pensionsreformen und die Nachhaltigkeit von Wohlfahrtssystemen, und Bemühungen um inter-generationelle Gleichberechtigung. Dementsprechend fokussiert sich unsere Forschung aktuell auf (a) den zukünftigen Strom von Ressourcen zwischen und innerhalb von Generationen unter sich wandelnden demographischem Bedingungen (inklusive Pandemien) - mit einer Betonung auf Nachhaltigkeit und Ungleichheit; (b) die Beziehung zwischen Langlebigkeit und Gesundheit bzw. gesundheitlichen Einschränkungen, unter Einbezug der Einflussnahme einer Pandemie; sowie (c) eine Analyse, wie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale das demographische Verhalten und die Langlebigkeit beeinflussen können und somit eine „Demographie der Persönlichkeit“ entwickeln. MIGRATION Unsere Migrationsforschung umfasst sowohl das Element der Humankapitalbildung, also Wanderungsgewinne (nach Bildungsgrad und Arbeitsmarktpartizipation) als auch Humankapitalverringerung durch Wanderungsverluste (nach Bildungsgrad). Während wir in den vergangenen Jahren bahnbrechende Beiträge zur Schätzung der ersten kompletten Matrix von bi-lateralen Migrationsströmen auf globaler Ebene geleistet haben, liegt unser aktueller Fokus auf der Analyse von Antriebsfaktoren der Migration im Kontext der Bevölkerungsalterung in Europa, dem Bevölkerungswachstum in potentiellen Auswanderungsländern und dem weltweiten Klimawandel. Berücksichtigt wird die Integration von Migrant*innen nach ihrem Bildungsgrad und weiteren Charakteristika unter Berücksichtigung der Umstände in ihren Herkunfts- sowie Zielländern. Statistische Schätzungen und harmonisierte Daten zu Migration und deren Antriebskräften sowie Simulationsmodelle werden verwendet, um zukünftige Migrationsszenarien qualitativ sowie quantitativ abzuleiten und politische Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. DEMOGRAPHIE UND BILDUNG Dieser Bereich widmet sich der formalen Bildung und Lernprozessen. Eine Herausforderung besteht darin, Bildungsindikatoren und Schulverlaufsmodelle dem Stand der demographischen Forschung anzupassen. Dies betrifft die empirische Erfassung von Trends in verschiedenen Teilen der Welt, die Analyse ihrer Determinanten und die Entwicklung quantitativer Modelle und Prognosen. Zusätzlich untersuchen wir verwandte Bereiche wie etwa frühkindliche Bildung, informelle Bildung, Bildungsqualität, sowie die Schätzung der Kompetenzen von Erwachsenen. All dies ermöglicht eine umfassendere Analyse von Humankapital. DEMOGRAPHIE UND ÖKONOMIE In diesen Themenkomplex fällt die Analyse des ökonomischen Lebenszyklus mit einem Schwerpunkt auf Gesundheits- und Bildungsinvestitionen und deren Wechselwirkung mit dem Arbeitsmarkt sowie dem Sozialversicherungssystem. Ein Schlüsselaspekt bei der Modellierung des ökonomischen Lebenszyklus ist es, die Heterogenität im Hinblick auf Gesundheit, Bildung und sozialen Hintergrund im Kindesalter zu erfassen und zu verstehen, wie sich daraus divergierende Entscheidungen und Verhaltensweisen über den Lebenszyklus ergeben, die zusammen mit den Ausgangsbedingungen zu Ungleichheit in Gesundheit, Einkommen und Langlebigkeit führen. Auf der Makroebene untersuchen wir, wie sich verändernde Bevölkerungsstrukturen in Verbindung mit wirtschaftlichen Anreizen und politischen Maßnahmen auf die ökonomische Entwicklung und die Wohlfahrt der Bevölkerung auswirken, wobei der Fokus auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit liegt. Wir integrieren eine dynamische heterogene demographische Struktur in ökonomische Modelle, z.B. agenten-basierte Modelle oder berechenbare allgemeine Gleichgewichtsmodelle. Ein angewandter Teil unserer Forschung konzentriert sich auf „Nationale Transferkonten”, um inter-generationelle Transfers und Trends von öffentlichen Ausgaben, das Wohlergehen über Generationen hinweg, sowie die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung und von Sozialversicherungssystemen vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung zu erklären und zu projizieren. Wesentlicher Bestandteil ist hierbei wiederum die Erfassung und Erklärung von Heterogenität im Hinblick auf sozio-ökonomischen Status und Langlebigkeit. Weiterführende Informationen in englischer Sprache finden Sie bei unserer Forschungsgruppe „Economic Demography“. BEVÖLKERUNG - ENTWICKLUNG - UMWELT & NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDG) Die Wechselwirkungen zwischen Bevölkerungsentwicklung, der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und unserer Umwelt wirken sich auch direkt darauf aus, wie erfolgreich die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erreicht werden können. Bereits in der Vergangenheit haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie bedrohlich der Klimawandel für das zukünftige Wohlergehen der Menschheit sein könnte, und wie sich die Bestimmungsfaktoren und die Prioritäten für zukünftige Anpassungsmöglichkeiten gestalten. Aktuell beleuchten wir - differenziert nach demographischen Charakteristika - unsere Verletzlichkeit gegenüber dem Klimawandel sowie unerwarteten Ereignissen, die wiederum die Erreichbarkeit der Nachhaltigkeitsziele untergraben. Im Rahmen eines neuen Projekts („ERC Advanced Grant“), gefördert von der Europäischen Union bzw. dem Europäischen Forschungsrat, entwickeln wir einen Indikator der menschlichen Lebensqualität (YoGL = „Years of Good Life“. Er basiert auf der Lebenserwartung, aber misst nicht nur das reine Überleben, sondern Lebensjahre werden nur als gute Jahre gezählt, wenn man auch über einem Mindestniveau bzgl. der körperlichen und geistigen Gesundheit liegt, nicht von absoluter Armut betroffen ist und auch bzgl. des subjektiven Indikators Lebenszufriedenheit über einem Mindestniveau liegt. Die Entwicklung dieses Indikators YoGL über einen langen Zeitraum (wobei auch die Auswirkungen der Umweltveränderungen zu berücksichtigen sind) kann dann auch als Kriterium dafür dienen, ob eine Entwicklung als nachhaltig zu beurteilen ist. PROJEKTIONEN UND MODELLE Dieser Forschungsbereich befasst sich mit der so genannten multi-dimensionalen mathematischen Demographie. Ziel ist es, Bevölkerungen mittels Simulationsmethoden (Mikro- und Makrosimulation), welche nach Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, Wohnort, Gesundheitszustand und Arbeitsmarktpartizipation differenzieren, zu rekonstruieren und vorherzusagen. So aktualisieren wir auch regelmäßig Bevölkerungsprojektionen nach Alter, Geschlecht und Bildung für alle Länder der Welt bis in das Jahr 2100. Da wir explizit die Bildungsstruktur berücksichtigen, unterscheiden sich unsere Projektionen von den Bevölkerungsprojektionen der Vereinten Nationen. Für die anstehende Aktualisierung per 2023 planen wir, auch Stadt-Land Unterschiede explizit zu berücksichtigen. DATEN, DATEN, DATEN Unser „Datenlabor” stellt nicht nur die unseren Bevölkerungsprojektionen zugrunde liegenden Bevölkerungszahlen nach allen erforderlichen Charakteristika für alle Länder der Welt zur Verfügung, sondern sammelt und schätzt ebenso die größtmögliche historische Datenbasis der Weltbevölkerung mit harmonisierten Daten unter Einbeziehung des Bildungsstands. Aktuell arbeiten wir an Schätzungen, die nicht nur die formal abgeschlossene Schulbildung berücksichtigen, sondern auch die Fähigkeiten direkt testen (ähnlich einem PISA Test für Erwachsene). Weitere Aushängeschilder ist unser „European Demographic Data Sheet”, welches als Poster im DinA1-Format erhältlich ist, sowie unsere online Anwendung, der „Wittgenstein Centre Human Capital Data Explorer”. Unsere regelmäßig erscheinenden demographischen Datenposter stellen wesentliche demographische Daten sowie Trends in der Bevölkerungsentwicklung sowie Projektionen dar - aktuell für 45 Länder. Die aktuellste Version dieses Jahres konzentriert sich zudem auf Indikatoren der Bildung, Lebensqualität und Binnenwanderung und untersucht jüngste Entwicklungen von Fertilität und Mortalität. Mit Hilfe des „Data Explorers” ist es dem Nutzer möglich, sich eine gewünschte Datenauswahl ausgeben und per „Graphic Explorer” als Bevölkerungspyramide anzeigen zu lassen. Weiterführende Informationen in englischer Sprache finden Sie bei unserer Forschungsgruppe „Human Capital Data Lab“.  
Veranstaltungen  
WIC Colloquium - online Das WIC Colloquium ist eine englisch-sprachige Vortragsreihe, welche in unregelmäßigen Abständen in unserem Nathan Keyfitz Vortragssaal stattfindet. Sowohl Wissenschaftler*innen unseres Institutes als auch eingeladene Sprecher*innen präsentieren und diskutieren in diesem Rahmen ihre Arbeiten. Aufgrund der aktuellen Situation werden bis auf Weiteres alle Veranstaltungen virtuell abgehalten. Hier finden Sie Informationen zu den letzten Vorträgen. Um zeitgerecht über neue Veranstaltungen informiert zu werden, können Sie sich in unsere Mailingliste eintragen. Wittgenstein Centre Konferenz Die jährlich stattfindende internationale Wittgenstein Centre Konferenz ist jeweils einem einschlägigen wissenschaftlichen Thema oder drittmittel-finanzierten Projekt eines unserer Forschungsbereiche gewidmet. Seit 2010 entsteht auch das einmal pro Jahr erscheinende "Vienna Yearbook of Population Research", die wichtigste Publikation unseres Institutes, aus den wissenschaftlichen Beiträgen zu dieser Konferenz. Im Jahr 2020 hat sich die Konferenz dem Thema „Die Demographischen Aspekte der COVID-19 Pandemie und deren Konsequenzen“ („Demographic Aspects of the COVID-19 Pandemic and its Consequences“) gewidmet. DACH (Deutsch-Österreichisch-Schweizerisches Demographentreffen) Dieses Treffen von Demograph*innen im deutschsprachigen Raum findet regelmäßig im Abstand von zwei Jahren statt. Gastgeberin für den Austausch, der im Jahr 2019 zum 19. Mal stattfand, war das Vienna Institute of Demography der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Lange Nacht der Forschung Die Lange Nacht der Forschung findet in 2-jährigem Rhythmus statt. Einen ganzen Abend lang können sich interessierte Besucher*innen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen informieren, mit Forscher*innen diskutieren, mitmachen und Vorträge besuchen. Aufgrund der aktuellen Situation hat es im Jahr 2020 keine Präsenzveranstaltungen gegeben. Im Jahr 2018 hat unser Kollege Marc Luy im Vortragszelt am Heldenplatz zum Thema “Warum leben Frauen länger als Männer?“ referiert. FWF BE OPEN – Science & Society Festival Auch Forscherinnen und Forscher des Vienna Institute of Demography der Österreichischen Akademie der Wissenschaften waren im Rahmen des Wittgenstein Centres am „BE OPEN - Science & Society Festival“ beteiligt. Mit diesem vom Wissenschaftsfonds FWF anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums organisierten Festival wurde die Öffentlichkeit eingeladen, Einblicke in die Grundlagenforschung zu erhalten und mit Forscher*innen in direkten Kontakt zu treten. Anschaulich und „greifbar“ gewährten unsere Demograph*innen Einblicke in ihren Forschungsbereich und präsentierten verschiedene Aspekte der Bevölkerungsforschung. Wir haben uns sehr über viele interessierte Besucher*innen freuen dürfen!  
Wer wir sind  
     Wer wir sind Institut für Demographie Das „Vienna Institute of Demography“ (VID) ist eingebettet in die Struktur der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und repräsentiert eine der drei Säulen des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, OeAW, University of Vienna). Die anderen zwei Säulen sind das World Population Program des IIASA und das Department of Demography der Universität Wien. Das Institut wurde im Jahr 1975 gegründet. Gründungsdirektor war Lothar Bosse, damaliger Präsident des Österreichischen Statistischen Zentralamts (ÖSTAT). Mit seinem Betriebsstart 1976 hatte das VID einen Mitarbeiter, Mitte der 80er Jahre gab es 3 wissenschaftliche Planstellen. Mitte 2020 waren am Vienna Institute of Demography 29 wissenschaftliche und 6 nicht-wissenschaftliche Kolleg*innen angestellt. Mit der Übernahme der Leitung durch Wolfgang Lutz im Jahr 2002 setzte sowohl im Bereich der Forschungsagenden als auch in der Komposition unseres Teams eine zunehmende Internationalisierung des Instituts ein. Aktuell wird unser Institut von Wolfgang Lutz (Direktor) und Alexia Fürnkranz-Prskawetz (stellvertretende Direktorin) geleitet . Das Vienna Institute of Demography betreibt internationale Spitzenforschung im Bereich der Analyse und Vorhersage demographischer Trends sowie der Einschätzung von sozialen und ökonomischen Konsequenzen der Bevölkerungsalterung. Zu diesem Zweck werden innovative methodische Ansätze mit empirischen Analysen und der Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse kombiniert. Was ist Demographie? Demographie bezeichnet die wissenschaftliche Analyse menschlicher Bevölkerungen im Hinblick auf Veränderungen ihrer Größe und Strukturen. Sie analysiert und beschreibt die Veränderung ihrer Zusammensetzung nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Bildung, Erwerbsbeteiligung und anderen demographischen Merkmalen mit mathematischen Modellen. Dies beinhaltet die Analyse der Determinanten der Veränderungen - insbesondere Fertilität, Mortalität und Migration - sowie ihrer Konsequenzen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Warum ist die demographische Forschung wichtig? Die Demographie hat in ihrem Ansatz einen expliziten Fokus auf die Menschen, ihre Zahl, ihre sich verändernde Zusammensetzung nach relevanten Merkmalen sowie auf ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen. Die Veränderungen dieser Zusammensetzung haben fundamentale Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt und auch die Politik. Diese Auswirkungen sind weniger in der Tagespolitik und in kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen zu spüren, sondern in längeren und umso tiefergreifenden Veränderungen. Wittgenstein Centre Das Vienna Institute of Demography repräsentiert eine der drei Säulen des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, OeAW, University of Vienna). Das „Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, OeAW, University of Vienna)” ist eine Kollaboration zwischen dem Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA), der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (OeAW) und der Universität Wien (University of Vienna). Mit dem Ziel, federführend demographische Methoden weiterzuentwickeln und diese auf die Analyse von Humankapital und Bevölkerungsdynamiken anzuwenden, bündelt das Wittgenstein Centre die Stärken seiner Partnerinstitutionen im Bereich von Demographie, der Bildung von Humankapital und der Analyse von Bildungsrenditen. „Humankapital“ bezieht sich auf die menschliche Ressource im Hinblick auf die Anzahl an Menschen und deren sich nach Alter, Geschlecht, Verortung, Ausbildung, Gesundheitsstatus, kognitiven Fähigkeiten sowie weiteren Faktoren ändernder Struktur. Das Centre wurde offiziell im Januar 2011 gegründet - auf Basis des Wittgenstein Preises, welcher mit Wolfgang Lutz erstmals einem Sozialwissenschaftler verliehen wurde. Diese höchste wissenschaftliche Auszeichnung innerhalb Österreichs wurde explizit der Gründung des Wittgenstein Centres gewidmet und war Namensgeber. Von 2011 bis 2019 hat die Wirtschaftsuniversität Wien die universitäre Säule des Centres dargestellt. Seit Oktober 2019 ist Wolfgang Lutz Professor an der Universität Wien, wo ein neues „Institut für Demografie“ an der Fakultät für Sozialwissenschaften gegründet wurde. Erstmals wird dadurch die Demographie als Studienrichtung durch eigene Master- und PhD Programme in Österreich etabliert. „Ich habe das Wittgenstein Centre gegründet, um Forschungserkenntnisse aus den letzten Jahren an den drei Partnerinstitutionen in eine eigene neue Forschungsrichtung zu entwickeln. Dabei geht es um die Einsicht, dass Demographie multi-dimensional angelegt sein soll und über den konventionellen Fokus auf Alter und Geschlecht auch andere Merkmale und insbesondere die Bildung explizit und quantitativ in ihre Modelle integrieren soll. Insbesondere die theoretische sowie empirische Analyse von Veränderungen des Bildungsstands schien mir vielversprechend. Ich bin glücklich, am Wittgenstein Center mit einem internationalen Team so engagierter und hoch kompetenter Forscherinnen und Forscher zusammenarbeiten zu dürfen.“ (Wolfgang Lutz, Gründungsdirektor) Weitere Informationen in englischer Sprache.