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Ausstellung "Staub & Seide Steppen- und Seidenstraßen"

Weltmuseum Wien

22.02.2022

Aktuelle von Maria-Katharina Lang in ihrem PEEK Forschungsprojekt entwickelte und kuratierte Ausstellung "STAUB & SEIDE" im Weltmuseum Wien.

16. Dezember 2021 – 3. Mai 2022

STAUB & SEIDE

Ausstellung im Weltmuseum Wien
Heldenplatz, 1010 Wien


Die  Ausstellung Staub & Seide. Steppen- und Seidenstraßen lädt zu einer  vielschichtigen Spurensuche durch Geschichte und Gegenwart ein und  fragt nach den Verbindungen der historischen Routen mit der „Neuen  Seidenstraße“.
Weder damals noch heute handelt es sich um eine  einzelne Straße oder nur um Seide als einziges Transportgut. Vielmehr  war und ist es ein loses, sich veränderndes Geflecht aus Land- und  Seerouten, das China mit Europa und anderen Weltgegenden verbindet.

Der Begriff „Seidenstraßen“ wurde 1877 erstmals vom deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen verwendet. Auf den Wegen durch die Steppen und Wüsten zwischen Asien und Europa bewegten sich neben Seide Güter wie Tee, Gold, Jade, Porzellan und Pferde. Aber auch Waffen, Musikinstrumente, Goldene Pfirsiche, „Wildäpfel“ und Gewürze sowie Ideen, Religionen, Kunst, Träume, Wissen, Krankheiten, Konflikte und Staub.
Auch heute geht es um Kontakte, Bewegung und Transport, wenn auch mit anderer Geschwindigkeit und neuen Waren. Großangelegte Infrastrukturprojekte prägen die Regionen der Steppen- und Seidenstraßen und fördern nicht nur Staub, sondern auch Rohstoffe an die Oberfläche. In Europa wird vielfach die Bezeichnung „Neue Seidenstraße“ für das von China geplante weltumspannende Infrastrukturnetz der „Belt & Road Initiative“ verwendet.
In der Ausstellung werden diese Bewegungen und die Beziehungen zwischen Asien und Europa nachvollzogen und neue Verbindungen zwischen Themen und Orten hergestellt. Die Exponate spiegeln dabei auch die Interessen der Reisenden, die sie nach Europa gebracht haben. Zu sehen sind über 200 historische Objekte, Kunstwerke und Fotografien, die in Gegenüberstellung mit aktuellen künstlerischen Perspektiven und rezenten Forschungsdokumentationen betrachtet werden. Zu den Exponaten zählen herausragende Sammlungsstücke des Weltmuseums Wien sowie zahlreiche Leihgaben aus nationalen und internationalen Museen und Sammlungen und Werke zeitgenössischer Künstler*innen.

Projektleitung und Kuration

Maria­-Katharina Lang
Ausstellungskonzept & Gestaltung
Maria­-Katharina Lang & Christian Sturminger
Bodenkarte, Tischkarte & Filmmontage
Johannes Heuer
Künstlerische Beiträge
Umida Akhmedova, Baterdene Batchuluun, Nomin Bold, Johannes Heuer, Dilyara Kaipova, Paul Kolling, Khosbayar Narankhuu, Tatia Skhirtladze, Marylise Vigneau, Jack Wolf
Ausstellungsvideos
Maria­-Katharina Lang & Christian Sturminger