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Colonial Knowledge Production

Symposium

Montag 15.09.2025 , Dauer: 2 Tage
Visualisierter Lexikoneintrag "colonialism"
© AdobeStock

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften veranstaltet am 15. und 16. September 2025 in Wien ein internationales interdisziplinäres Symposium zum Thema Colonial Knowledge Production. Das Symposium ist Teil einer Netzwerkinitiative der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die sich der kritischen Aufarbeitung ihrer Verstrickungen mit dem Kolonialismus widmet. Derzeit liegt der Fokus auf der Zeit zwischen 1847, dem Gründungsjahr der Akademie, und dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918.

Hintergrund

In der öffentlichen Vorstellung wird Österreich oft als unbeteiligt an kolonialer Expansion betrachtet und damit als von der Notwendigkeit befreit, sich heute mit seinem kolonialen Erbe auseinanderzusetzen – sowohl in der wissenschaftlichen Sphäre als auch jenseits davon. Tatsächlich aber nutzten österreichische Wissenschaftler:innen weitreichende koloniale Netzwerke für ihre Forschungen, und koloniale Ideologie prägte entscheidend ihre Theorien, Methoden und damit auch ihre Forschungsergebnisse. Viele der so genannten Expeditionen wurden von der damals noch Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften initiiert und finanziert und trugen zu einer bedeutenden Vergrößerung der Sammlungen von Museen und Archiven bei. Heute ist Forschung in und zu Österreich nicht nur mit den materiellen und immateriellen Produkten kolonialer Wissensproduktion konfrontiert, sondern auch mit deren begrifflichem und terminologischem Erbe.


Symposium

Das Symposium Colonial Knowledge Production ist ein gemeinsames Projekt des Instituts für Kulturwissenschaften, des Phonogrammarchivs und des Österreichischen Archäologischen Instituts. Es zielt darauf ab, den Dialog zwischen bestehenden oder entstehenden Projekten zur kolonialen Wissenschaftsgeschichte Österreichs und ähnlichen Vorhaben außerhalb Österreichs zu stärken. Wir wollen ein Forum für den Austausch über die Disziplinen, über verschiedene Institutionen wie Akademien, Universitäten, Museen, Archive oder Gelehrtengesellschaften und über verschiedene Formen von Expert:innenwissen hinweg bieten. Ziel ist es, einen gemeinsamen erkenntnistheoretischen Rahmen und eine gemeinsame terminologische Basis zu entwickeln, um über koloniale Wissensproduktion in Österreich sprechen und diese besser verstehen zu können. Ebenso wichtig ist es uns, die kritische Auseinandersetzung mit der akademischen Verstrickung in den Kolonialismus im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs stärker in den Vordergrund zu rücken.

Informationen

 

Veranstaltungsort
ÖAW | Theatersaal/Burse
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien


Anmeldung: geschlossen
Kontakt: Mail

Programm
Book of Abstracts