Die am 21. und 22. Mai 2026 stattfindende Tagung des Heeresgeschichtlichen Museums und des IHB bündelt neuere quellenbasierte Forschungen und stellt das Innovationspotenzial jüngerer historiografischer Zugänge zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in den Vordergrund. Im Mittelpunkt stehen neben der Vorgeschichte und dem Ereignis selbst insbesondere seine Folgen und die (zeitgenössische) Wahrnehmung der Geschehnisse; aber auch der nachhaltige, im kollektiven Gedächtnis eingespeiste Topos wird diskutiert.
Die Vortragsinhalte reichen von wirtschafts-, diplomatie- und politikgeschichtlichen Themen über Fragen nach der Führung und Modernität des k. k. Heeres bis hin zu den Kriegserfahrungen der Zivilbevölkerung. Zahlreiche medizinhistorische Facetten, etwa aus dem Gebiet der Pflegegeschichte und bezüglich der Cholera-Epidemie in Böhmen und Mähren, werden dabei ebenso thematisiert wie das Jahr 1866 als Wendepunkt im Prozess der weiblichen Emanzipation. Reaktionen und Inszenierungen im Spannungsfeld zwischen kleindeutscher und großdeutscher Lösung sowie im Spiegel von Presse, Literatur und Musik bilden einen weiteren Schwerpunkt. Abgerundet wird die Konferenz mit Beiträgen zu verschiedenen Erinnerungskulturen.
Informationen
Datum
21.-22. Mai 2026
Ort
Heeresgeschichtliches Museum, Ruhmeshalle, Arsenal, 1030 Wien
Kontakt
Dr. Barbara Haider-Wilson