Was die digitale Edition der k.k. Regierungsprotokolle über die Sozialgeschichte verrät
Die geheimen Regierungsprotokolle des k.k. »cisleithanischen« Ministerrats werden online und in Buchform veröffentlicht und wissenschaftlich kommentiert: Eine herausragende historische Quelle, die ein breites Spektrum an Themen abdeckt. Das Editionsteam geht in diesem Vortrag vor allem auf die Sozialpolitik ein. In den vier Jahrzehnte liberaler und konservativer Politik der späten Habsburgermonarchie kam sie oft zu kurz. Im Ersten Weltkriegs zwang die schiere Not der Bevölkerung dann Regierung und Kaiser zum Handeln. Doch die wichtigen sozialen Reformen passierten zu spät, wie der zuletzt erschienene Band VIII/2 (1916‒1918) zeigt. Daneben gibt es Einblicke in die digitale Erschließung der frei verfügbaren Editionsdaten.
Anatol Schmied-Kowarzik und Wladimir Fischer-Nebmaier, beide Historiker, die am IHB die Edition der cisleithanischen Ministerratsprotokolle verantworten und betreuen. Dimitra Grigoriou und Stephan Kurz sind - ebenfalls am IHB - für die Datenmodellierung und die technische Umsetzung von digitalen Editionen zuständig.
Eine Veranstaltungskooperation mit dem Institut für Historische Sozialforschung (IHSF). Der Band erscheint in der Veranstaltungsreihe des IHSF.
Informationen
Datum
Donnerstag, 5. März 2026, 18:30 Uhr
Ort
Institut für Österreichkunde, Hanuschgasse 3, 1010 Wien
Kontakt
Dr. Wladimir Fischer-Nebmaier