

Der grüne Faden spinnt sich weiter, leise summend setzt sich der 3-D Drucker in Bewegung. Um das Gerät drängen sich scharenweise Menschen, schauen fasziniert dabei zu, wie ein kleiner Roboter aus Kunststoff langsam vor ihnen in die höhe wächst. Für die meisten ist es das erste Mal, doch 3-D Drucker werden schon bald Alltag werden. Und werden unseren Arbeitsalltag verändern. Um dieses und andere Themen ging es dieses Jahr am ITA-Stand auf der Langen Nacht der Forschung.
Auch heuer wieder nahm das ITA gemeinsam mit 20 anderen Instituten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an der österreichweiten Veranstaltung teil. Eine Premiere gab es allerdings - zum ersten Mal stellen wir unsere aktuellen Themen nicht im alterwürdigen ÖAW-Haus aus, sondern mitten am Heldenplatz, im Herzen Wiens. Der Effekt war gewaltig - unsere acht mutigen MitarbeiterInnen wurden geradezu überrannt, die gute Stimmung und die Aufmerksamkeit der BesucherInnen hielten bis spät in die Nacht an.
Heiße Diskussionen gab es dieses Jahr zu unseren Schwerpunkt-Themen "Industrie 4.0" und "Neuro-Enhancement". Was wird uns die vierte industrielle Revolution bringen? Was bedeutet das überhaupt, wenn am Arbeitsplatz Maschinen miteinander kommunizieren? Werden einfache manuelle Arbeiten dann bald nicht mehr von Menschen verrichtet werden? Der 3-D Drucker ist nur ein Beispiel dafür, wie sich die Produktion von Gütern in den nächsten Jahren wandeln wird. Auch zum Thema Neuro-Enhancement, in den Medien gerne "Gehirn-Doping" genannt, gab es viele Meinungen. "Wenn wir solche leistungssteigernden Substanzen nicht wissenschaftlichen Tests unterziehen, werden am Ende nur wirtschaftliche Interessen ihre Markttauglichkeit bestimmen", meinte etwa ein Besucher kritisch.
18.05.2016
Von: Denise Riedlinger