
Staatssozialistische Regime und Experten hatten einen enormen Einfluss auf die Ausarbeitung des Völkerrechts. Das Roundtable-Gespräch zum Thema "Sozialismus und Völkerrecht" am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW widmet sich diesem von der aktuellen Forschung meist ignoriertem Thema. Raluca Grosescu (SNSPA, Bukarest), Ned Richardson-Little (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Eva-Maria Muschik (Universität Wien), Patryk Labuda (Central European University) und Jakub Szumski (Institute of Advanced Studies, Budapest) diskutieren, wie sozialistische Intellektuelle und Regierungen aus Osteuropa, Afrika und Asien mit ihren Kollegen aus der ganzen Welt bei der Gestaltung der Weltordnung im Kontext des Kalten Krieges und der Entkolonialisierung interagierten.
Im Rahmen des Gesprächs werden nicht zuletzt Themen des neuen Bandes "Socialism and International Law: The Cold War and Its Legacies", den die beiden Diskussionsteilnehmer Raluca Grosescu und Ned Richardson-Little bei Oxford University Press veröffentlicht haben, diskutiert. Der Band beschreibt die sozialistische Welt nicht als einen Monolithen, sondern als komplexen und dynamischen Raum, der ein gemeinsames Verständnis der globalen Angelegenheiten und des Rechts teilte.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des vom FWF finanzierten Forschungsprojekts „Außenpolitisches Denken im kommunistischen Albanien und Rumänien“ und in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe New Cold War Studies der Universität Wien statt.
Meeting-ID: 680 4832 2829
Kenncode: M7MmnB
Informationen
Termine:
1. April 2025, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Bogdan Iacob
Dr. Joachim Matzinger
T: +43 1 51581-7363
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW