
Nach dem Putsch in Chile 1973 hielt Rumänien unter Staatschef Nicolae Ceaușescu als einziges Land des Ostblocks die Beziehungen zu Chile aufrecht. Obwohl dies zum Teil durch wirtschaftliche Faktoren motiviert war, konnte Ceaușescu durch die Beibehaltung des Status quo den Transport Tausender Chilenen nach Rumänien aushandeln, von denen sich einige dauerhaft dort niederließen.
Jill Massino, Historikerin an der University of North Carolina, beleuchtet bei einem hybriden Vortrag am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW zum Thema "Romania’s Relations with Pinochet’s Chile" die Zusammenarbeit der beiden autoritären Regime. Die Diskussion wird in den breiteren Kontext von Ceauşescus Politik in Lateinamerika und seiner komplexen Beziehungen zu den Führern im globalen Süden gestellt. Der hybride Vortrag findet im Rahmen des Forschungsprojekts „Außenpolitisches Denken im kommunistischen Albanien und Rumänien“ statt, das vom FWF finanziert wird und in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe New Cold War Studies der Universität Wien durchgeführt wird.
Meeting-ID: 661 0683 3381
Kenncode: RgYC0z
Informationen
Termine:
19. März 2025, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 5. Stock, Veranstaltungsraum
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Bogdan Iacob
Dr. Joachim Matzinger
T: +43 1 51581-7363
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW