
Im 19. Jahrhundert wurde die Idee der Einsprachigkeit als Norm etabliert, was bis heute die Sprachpolitik in Österreich beeinflusst. Dies führt zur Abwertung anderer Erstsprachen als Deutsch. Gleichzeitig dominiert Englisch als lingua franca in internationalen Kontexten, was die Mehrsprachigkeit weiter einschränkt. Dies steht im Widerspruch zum EU-Ziel der Dreisprachigkeit. Vor diesem Hintergrund zielten vier Projekte der ÖAW-Themenplattform "Mehrsprachigkeit" (2021-2023) darauf ab, sprachliche Vielfalt in Österreich zu fördern und ihren Mehrwert hervorzuheben.
Im Rahmen des 5. ACDH-CH Forschungstages mit dem Titel "Mehrsprachigkeit in Gesellschaft und Wissenschaft" sollen die Ergebnisse sowie weitere Projekte diskutiert werden, die sich an der ÖAW und darüber hinaus mit diversen Aspekten von Mehrsprachigkeit in Gesellschaft und Wissenschaft auseinandersetzen. Damit soll er einen Rahmen zur Vernetzung für Wissenschaftler:innen bieten, die sich etwa aus sprachwissenschaftlicher, soziologischer, medienwissenschaftlicher, ethnologischer oder historischer Perspektive mit Mehrsprachigkeit auseinandersetzen.
Informationen
Termin:
5. November 2024
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontaktpersonen:
Univ.-Prof. Alexandra N. Lenz
Dr. Wolfgang Koppensteiner
Dr. Katharina Korecky-Kröll
Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage - ACDH-CH der ÖAW