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Z-Bosonen in Schwerionen-Kollisionen entdeckt!

Anfang November hat der Large Hadron Collider (LHC) begonnen, zwei Strahlen von Blei-Ionen zur Kollision zu bringen. Nun wurden dabei erstmals sogenannte Z-Bosonen nachgewiesen. Auch diese Ereignisse hatte das Ereignis-Auswahlsystem ("Trigger") des HEPHY selektiert.

19.11.2010

"Das wurde möglich durch die exzellente Performance des LHC und der hohen Qualität des CMS-Detektors.", sagte Guido Tonelli, Sprecher des CMS-Experiments. "CMS ist besonders gut geeignet Z-Bosonen in den komplexen Ereignissen der Blei-Blei-Kollisionen nachzuweisen", so Tonelli weiter, und "CMS-Physiker rund um die Welt analysieren die aufregenden neuen Daten und wir werden unsere ersten Ergebnisse mit Schwerionen-Kollisionen rasch publizieren". 

CMS hat 10 solcher Ereignisse aufgezeichnet. Ein Paar von Elektronen oder Myonen dessen Energien und Impulse kompatibel mit dem Zerfall eines solchen Z-Bosons sind, liefern dabei das entscheidende Kriterium.

Das Z-Boson ist Träger der schwachen Wechselwirkung und wurde bereits 1983 am CERN entdeckt, aber noch nie in Schwerionen-Kollisionen nachgewiesen. Diese Entdeckung liefert einen wichtigen Test auch für andere Messungen, wie etwa der Produktion sogenannter J/Psi und von Y-Teilchen. Alles das liefert Hinweise auf die Entstehung kleiner Mengen von Quark-Gluon-Plasma, ein Materiezustand wie er in ähnlicher Form kurze Zeit nach dem Urknall existiert hat.