Bundespräsident Heinz Fischer und Bundesminister Karlheinz Töchterle zu Besuch am CERN
12.06.2013Erster Programmpunkt war der Besuch des CMS-Experiments: im letzten Jahr ist dieser Kollaboration die Entdeckung eines neuen Teilchens gelungen, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das lang gesuchte Higgs-Boson handelt. Mit dem Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist eine starke österreichische Gruppe an diesem Experiment beteiligt und hat wichtige Beiträge zur Entdeckung geliefert.
Bundesminister Töchterle betonte: “Wir müssen die exzellente Arbeit des CERN für die österreichische Forschung möglichst stark nutzbar machen". Der Minister wertet es daher als "ein sehr positives Signal, dass die Österreichische Akademie der Wissenschaften mit Jochen Schieck einen exzellenten Wissenschaftler mit viel Forschungserfahrung am CERN als Direktor des Instituts für Hochenergiephysik gewinnen konnte".
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des ASACUSA-Experimentes, das Präzisionsmessungen von Antimaterie durchführt. Der genaue Vergleich von Materie und Antimaterie ist ein wichtiger Test der fundamentalen Symmetrien der Natur. Auch hier ist die Österreichische Akademie der Wissenschaft über das Stefan-Meyer-Institut beteiligt.
In einer abschließenden Diskussion mit zehn der zahlreichen österreichischen Studenten, die am CERN ausgebildet werden, zeigte sich noch einmal die große Bandbreite der wissenschaftlichen Forschung am CERN: Sie reicht von der Teilchenphysik im engeren Sinn über Forschung an neuen Technologien bis zu medizinischen Anwendungen.