
Der 7. Oktober 2023 markiert eine Zäsur. Auf den Terrorangriff der Hamas auf Israel folgte weltweit ein massiver Anstieg antisemitischer Vorfälle und Angriffe, der sich auch in Österreich deutlich niederschlug. Was aber hat sich seitdem konkret verändert – und was tritt unter veränderten Bedingungen lediglich deutlicher hervor? Der Workshop nimmt die Entwicklungen der vergangenen drei Jahre zum Ausgangspunkt, um nach Kontinuitäten und Brüchen, nach neuen Ausdrucksformen und alten Bildern des Antisemitismus zu fragen. Dabei bringt er unterschiedliche Zugänge miteinander ins Gespräch: historische Analyse und Meinungsforschung, Analysen politischer Ideologien und Weltdeutungen, Untersuchungen von Musik- und Jugendkultur, des Kunstfeldes ebenso wie psychoanalytische Perspektiven. Im Zentrum stehen antisemitische Weltbilder und Projektionen, ihre Ausdrucksformen in der österreichischen Öffentlichkeit und im politischen Protest sowie ihre gesellschaftlichen und psychischen Funktionen. Zugleich richtet sich der Blick auf Erinnerung und Vermittlung – und schließlich auf die Frage, was der 7. Oktober auch in Österreich verändert hat und wie gegenwärtigen Formen des Antisemitismus begegnet werden kann.
Information
Venue
ÖAW | Burse
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Program
Contact and Registration
Lea von Hude Mail
