Das Burgtheater und sein Publikum widmet sich im dritten Band den Jahren 1918 bis 1938. Mit dem Rücktritt Kaiser Karls am 11.11.1918 und der Ausrufung der Republik am darauffolgenden Tag standen die Hoftheater, und damit das Burgtheater zur Disposition. Ziel der Untersuchung war es an Hand der Verwaltungsakten aus dem Staatsarchiv und zeitgleicher Feuilletonbeiträge das Zusammenwirken staatlicher Gremien und nicht-staatlicher Öffentlichkeit zu analysieren. Und damit die Frage zu beantworten, auf welcher Grundlage die Übernahme als Staatstheater erfolgte? Orientierte sich die Politik in ihrer Entscheidung an den öffentlichen Diskursen? Wurden die Konsequenzen evaluiert? Wie nahmen die verwaltenden Gremien, die Direktion und das Ensemble die neue Stellung des Theaters auf? Hatte das Auswirkungen auf Spielplan und Ensemblepolitik? Und wie setzte sich das Publikum zusammen – zumal ein Großteil der bildungsbürgerlichen Abonnent:innen des Theaters durch Zeichnung der Kriegsanleihen verarmt war?
Die Forschungsarbeit zu Das Burgtheater in der Ersten Republik wurde durch Förderung des Jubiläumsfonds zum Thema „100 Jahre Gründung der Ersten Republik“ unterstützt und ermöglichte eine Zusammenarbeit von Elisabeth Großegger mit Katharina Wessely und Michaela Kuklova.
REGISTRATION
PROGRAMM
Einführung und Moderation
Evelyn Istel-Schreiner
Im Gespräch
Elisabeth Großegger
Katharina Wessely
Lesung
Adeline Großegger
Programmfolder

