Kommission für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Dienststellen des BM für Landesverteidigung

Gründung

Die ÖAW-BMLV-Kommission wurde auf Initiative von ÖAW-Altpräsident em. O. Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Otto Hittmair, General i.R. Erich Eder und General i.R. Karl Majcen in der Gesamtsitzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am 4. März 1994 als Einrichtung der Gesamtakademie gegründet.

Ziel

Die ÖAW-BMLV-Kommission unterstützt die Erfüllung aller wissenschaftlichen Anforderungen für eine umfassende nationale Verteidigung im beiderseitigen und gesamtstaatlichen Interesse. Sie bietet Rahmenbedingungen, um hochrangige, langfristige, wissenschaftliche Ziele außergewöhnlichen Umfangs zu erreichen.

Dies wird durch die Förderung anwendungsoffener Grundlagenforschung auf allen wissenschaftlichen Gebieten wechselseitigen Interesses ermöglicht. Die ÖAW bringt ihr umfangreiches wissenschaftliches Netzwerk auf nationaler, europäischer und globaler Ebene ein, das BMLV sichert das Staatsinteresse in den sicherheitsrelevanten Bereichen der Republik.

Die gemeinsame Nutzung der strukturellen Kapazitäten der ÖAW und des BMLV ermöglicht die Entwicklung von Lösungen sicherheitsrelevanter wissenschaftlicher Aufgaben, wissenschaftlich untermauerten Handlungsempfehlungen und aussichtsreichen Positionierung von Interessen auf nationaler und europäischer Ebene.

Nutzenstiftung

Beispiele gemeinsamer bisheriger anwendungsoffener Grundlagenforschungsergebnisse durch Zusammenarbeit beider Institutionen umfassen

  • Weltraumanwendungen: Satellitenkommunikation, Ortung und Satellitennavigation;
  • Dual-Use-Forschung in der Medizin: kardiovaskuläre Risikofaktoren, oder in der
  • Bautechnik: Energieverbrauchsprognosen großer, heterogener Gebäudebestände; als
  • Know-how-Zugewinn für ÖAW und BMLV in Umweltfragen: Die österreichischen Gletscher 1998 und 1969, Flächen- und Volumenänderungen.

Gemeinsame zukünftige wissenschaftliche Interessen beider Institutionen auf nationaler und europäischer Ebene zeichnen sich ab in den Bereichen

  • der anwendungsoffenen Grundlagenforschung zu den Themen Klima, Energie, Digitalisierung oder Weltraum;
  • demografischer und soziologischer Veränderungen mit Implikationen für das ÖBH;
  • Auswirkungen neuer Technik auf das zukünftige Bedrohungs- und Konfliktbild und die Fähigkeitsentwicklung des ÖBH sowie
  • der Stärkung der tertiären verteidigungs- und militärwissenschaftlichen Bildung auf österreichischer und europäischer Ebene.